
Keine Medaille für Eiskunstläufer
Drama um „Vierfach-Gott“: US-Star stürzt
13.02.2026 – 23:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei seiner mit Spannung erwarteten Kür leistet sich der Top-Favorit gleich mehrere schwere Fehler und fällt weit zurück. Auch andere stürzen.
Es sollte sein großer Triumph werden – und endete in einer riesigen Enttäuschung: US-Eiskunstlauf-Wunderkind Ilia Malinin hat nach mehreren Fehlern in der Kür die olympische Goldmedaille bei den Winterspielen in Italien vollkommen überraschend verpasst. Der 21-Jährige patzte auf dramatische Weise gleich bei mehreren Sprüngen und musste sich mit einem enttäuschenden achten Platz begnügen. Nach seiner Kür schüttelte er direkt mit dem Kopf, war sichtlich unglücklich, wusste genau: Das wird nichts mit einer Medaille. Gold holte Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan. Fünf Tage zuvor hatte Malinin noch im Teamevent gewonnen.
Der Superstar musste damit die erste Niederlage nach mehr als zwei Jahren einstecken – und das ausgerechnet bei Olympia. Nach dem Kurzprogramm hatte er noch geführt. „Dass der so auseinanderfällt, das hätte niemand erwartet“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. Malinin kam auf 264,49 Punkte, Schaidorow auf 291,58 Zähler. Silber sicherte sich Yuma Kagiyama aus Japan (280,06 Punkte) vor seinem Landsmann Shun Sato (274,90 Punkte).
Malinin war aber nicht der einzige mit Problemen auf dem Eis in Mailand: Auch Kagiyama, der Italiener Daniel Grassl und Adam Siao Him Fa (Frankreich) unterliefen verhängnisvolle Fehler, die sie stürzen ließen.
„Favorit zu sein, ist das eine“, sagte Malinin noch nach seinem Kurzprogramm und fügte hinzu: „Aber es tatsächlich zu schaffen, es unter Druck umzusetzen und den Lauf deines Lebens zu zeigen, um diese Medaille zu verdienen, ist etwas ganz anderes“. Dem Druck konnte er nicht ansatzweise standhalten.
Malinin patzte auch beim technisch besonders anspruchsvollen vierfachen Axel, den er nur einfach sprang. Er wäre der erste Läufer in der Geschichte der Olympischen Spiele gewesen, der diesen Sprung steht. Dazu machte er unter anderem auch Fehler beim Rittberger und beim Salchow. Vor allem zum Ende der Kür wirkte er komplett ausgepumpt.
Ohne Probleme zeigte Malinin wie auch der siebtplatzierte Franzose Adam Siao Him Fa den aufsehenerregenden Rückwärtssalto, der fast 50 Jahre lang verboten war und erst seit Ende 2024 wieder erlaubt ist. Doch zum Olympiasieg verhalf ihm dieser nicht. Ein deutscher Eiskunstläufer war bei den Winterspielen in Italien nicht am Start.