22.000 Jobs geplant

Saudi-Arabien finanziert drei neue Freizeitparks bei Paris


25.08.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Handschlag zwischen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman: Saudi-Arabien investiert groß bei Paris. (Quelle: Aurelien Morissard/AP Photo/dpa)

Ein gemeinsames Faible für „Dragon Ball“ führte zum Milliarden-Deal: Bei Paris soll ein riesiger Manga-Park entstehen. Doch der Besuch aus Riad spaltet.

Saudi-Arabien will 6 Milliarden Euro (rund 7 Milliarden US-Dollar) in den Bau von drei Vergnügungsparks in der Nähe von Paris investieren. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung wurde am Montag am Rande des Besuchs des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman unterzeichnet, wie das französische Präsidialamt mitteilte.

Einer der drei Parks soll sich thematisch an die erfolgreiche japanische Mangaserie „Dragon Ball Z“ anlehnen. Die Themen der beiden anderen Parks sind bislang noch nicht bekannt. Das Vorhaben soll ähnliche Ausmaße haben wie Disneyland Paris und rund 22.000 direkte Arbeitsplätze schaffen. Zum Vergleich: Disneyland Paris kommt laut Élysée auf etwa 20.000 Stellen.

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Wo die Parks entstehen sollen

Gebaut werden die Parks in der Nähe von Cergy-Pontoise, rund 30 Kilometer nordwestlich von Paris. Ein Eröffnungsdatum nannte das Präsidialamt nicht: Die Anlagen sollen in Etappen öffnen, der Bau werde voraussichtlich mehrere Jahre dauern. Nach lokalen Berichten könnten die Parks auf dem Gelände des früheren Freizeitparks Mirapolis im Département Val-d’Oise entstehen, der vor rund 35 Jahren geschlossen wurde.

Macron sprach auf der Plattform X von einer „außergewöhnlichen Ankündigung“ und einer „neuen weltweiten Destination“. Weiter schrieb er: „6 Milliarden Euro an Investitionen. 22.000 geschaffene Arbeitsplätze. So etwas hat es seit Disneyland Paris nicht mehr gegeben“.

Staatschefs finden über Manga zusammen

Hinter dem Projekt steht eine ungewöhnliche Geschichte: Es entstand laut einem Macron-Berater aus einem Gespräch zwischen dem Präsidenten und dem Kronprinzen im Dezember 2024 in Riad, bei dem beide ihre „gemeinsame Leidenschaft“ für Manga entdeckten – insbesondere für Dragon Ball Z. Macron gilt als bekennender Manga-Fan: Anfang des Jahres beendete er eine Pressekonferenz mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi mit einer Handgeste aus der „Dragon Ball“-Serie.

Geführt und finanziert wird das Vorhaben von der Qiddiya Investment Company (QIC), einer Tochter des saudischen Staatsfonds. Das Unternehmen entwickelt bereits nahe Riad die Großstadt „Qiddiya City“, eines der Prestigeprojekte des Reformprogramms „Vision 2030“, mit dem das Königreich seine Wirtschaft weg vom Öl und hin zu Tourismus, Unterhaltung und Sport diversifizieren will.

Engere Bande zwischen Paris und Riad

Der Deal ist Teil einer breiteren Annäherung. Während des zweitägigen Staatsbesuchs sollten mehrere Abkommen unterzeichnet werden – unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Verkehr und Energie. Bei den diplomatischen Gesprächen ging es zudem um die Spannungen im Nahen Osten und in der Golfregion, insbesondere um den Krieg zwischen den USA und dem Iran.

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