Doppelmörder bittet kurz vor Hinrichtung um Vergebung

Bekannt aus Netflix-Serie

Doppelmörder bittet kurz vor Hinrichtung um Vergebung


29.01.2026Lesedauer: 2 Min.

Charles Victor Thompson (Archivbild): In der Nacht vor dem Doppelmord hatte ihn die Polizei aus der Wohnung geschickt. (Quelle: Texas Department of Criminal Justice)

Zur Henkersmahlzeit bekommt Charles Thompson unter anderem gebratenes Hähnchen und Rührei. Dann richtet er letzte Worte an die Angehörigen seiner Opfer.

In den USA ist der erste Mensch im Jahr 2026 hingerichtet worden. Charles Victor Thompson wurde am Mittwochabend um 18.50 Uhr im Staatsgefängnis in Huntsville (Texas) per Giftspritze getötet.

US-Medien zufolge bekam Thompson zum Frühstück Rührei, Traubengelee, Haferflocken, Apfelmus und Biscuits. Das Mittagessen bestand aus gebratenem Hähnchen, Pintobohnen, Süßkartoffeln, Karotten, Brot und Pudding.

Bei der Hinrichtung sahen sowohl Angehörige der Opfer des verurteilten Doppelmörders zu als auch, in einem separaten Raum, der Vater des verurteilten 55-Jährigen. Der Vater eines der Opfer sagte nach der Hinrichtung: „Jetzt ist er in der Hölle.“ Der Vater von Thompson wollte nichts sagen.

Unmittelbar bevor Thompson die Giftinjektion bekam, hatte er sich mit letzten Worten an die Hinterbliebenen seiner Opfer gewandt und um Vergebung gebeten. Er hoffe, dass sie „das Geschehene verarbeiten und hinter sich lassen können“, sagte er. Außerdem erklärte er: „Es gibt in dieser Situation keine Gewinner. Sie schafft weitere Opfer und traumatisiert noch 28 Jahre später weitere Menschen. Es tut mir leid, was ich getan habe, es tut mir leid, was geschehen ist, und ich möchte euch allen sagen, dass ich euch liebe und dass ihr Jesus in eurem Leben behalten sollt, Jesus an erste Stelle setzen sollt. An meine Kinder: Lernt den Herrn kennen. Ich liebe euch alle. Das war’s, Herr Gefängnisdirektor.“

Thompson hatte im Jahr 1998 seine Ex-Freundin und ihren neuen Freund in deren Wohnung in einem Vorort von Houston erschossen. In der Nacht vor dem Doppelmord war die Polizei wegen eines Streits zur Wohnung gerufen worden und hatte Thompson weggeschickt. Am frühen Morgen war er wiedergekommen, hatte die Tür eingetreten und zuerst den neuen Partner seiner Ex und dann seine Ex erschossen.

Thompson war unter anderem durch die Netflix-Serie „I Am a Killer“ bekannt geworden, in der er in der fünften Folge der ersten Staffel porträtiert wurde. Die in vielen Ländern der Welt als grausam geächtete Todesstrafe wird noch in 23 der 50 US-Bundesstaaten vollstreckt. Präsident Donald Trump ist ein Befürworter.

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