Donald Trump wütet gegen Grammy-Moderator: „Mach dich bereit“

Spott über US-Präsidenten zeigt Wirkung

Donald Trump wütet gegen Grammy-Moderator: „Mach dich bereit“


Aktualisiert am 02.02.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Donald Trump: Der US-Präsident versteht offenbar keinen Spaß, wenn es um seine früheren Kontakte zu Jeffrey Epstein geht. (Quelle: IMAGO/Daniel Torok/White House)

US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach der Grammy-Verleihung empört. Er schießt scharf gegen die Veranstaltung – und besonders gegen Moderator Trevor Noah.

Die Grammys waren dieses Mal ungewohnt politisch – mit Kritik und Spott an Donald Trump und seiner Politik. Zahlreiche Stars äußerten sich während des Events etwa gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde (ICE) und sendeten auch optische Signale gegen die teils tödlichen Einsätze der vergangenen Wochen. Moderator Trevor Noah witzelte über den Zustand des Landes: Es gebe ein neues Trinkspiel in den USA. „Jedes Mal, wenn man die Nachrichten anschaltet, trinkt man“, so der 41-Jährige. Außerdem machte er sich mehrmals über Donald Trump lustig. Dies lässt der US-Präsident nicht unkommentiert, wie sich wenige Stunden später herausstellt.

Trump beschimpfte die Grammy-Gala und Moderator Trevor Noah mit drastischen Worten. Die Musikpreis-Verleihung sei „Müll“ und „praktisch nicht anschaubar“, schrieb Trump bei seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Den südafrikanischen Comedian Trevor Noah, der die Gala zum sechsten und letzten Mal moderiert hatte, bezeichnete Trump als „totalen Verlierer“, der kein Talent habe.

Trump fand das offenbar gar nicht lustig. Er sei nie auf der Privatinsel von Epstein gewesen, schrieb der 79-Jährige. Deswegen werde er Noah nun verklagen. „Mach dich bereit, Noah, ich werde mit dir einiges an Spaß haben.“

Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit der Annexion der Arktis-Insel Grönland gedroht, die zum dänischen Königreich gehört. Erst beim Wirtschaftsgipfel in Davos vor knapp zwei Wochen machte Trump einen Rückzieher und sprach davon, mit Dänemark und den europäischen Partnern einen Deal vereinbaren zu wollen.

Der Multimillionär Jeffrey Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können. Der Finanzier hatte eine Insel in der Karibik – und beste Kontakte in höhere Kreise. Neben Donald Trump oder Elon Musk finden auch Mitglieder von europäischen Königshäusern in den Akten Erwähnung – darunter Andrew Mountbatten-Windsor, die schwedische Prinzessin Sofia oder Norwegens Mette-Marit.

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