Sie befehligte ICE

Donald Trump feuert Ministerin Kristi Noem


Aktualisiert am 05.03.2026 – 20:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Kristi Noem: Die entlassene Heimatschutzministerin geriet nach den tödlichen ICE-Schüssen in Minneapolis in die Kritik. (Quelle: Elizabeth Frantz/reuters)

Donald Trump bildet sein Kabinett um: Markwayne Mullin ersetzt Kristi Noem im Heimatschutzministerium. Noem muss wegen der Missstände in der ICE-Behörde gehen.

US-Präsident Donald Trump hat auf die Kritik an Kristi Noem reagiert und die umstrittene Heimatschutzministerin entlassen. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, dass US-Senator Markwayne Mullin ab 31. März die Leitung des Heimatschutzministeriums übernehmen soll.

Mullin gehört dem indigenen Volk der Cherokee an. Er ist das erste Mitglied des Stammes, das in den US-Senat gewählt wurde. Vor seiner Karriere in der Politik leitete er erfolgreich einen Installationsbetrieb. Zudem war er Mixed-Martial-Arts-Profi und blieb in fünf Kämpfen unbesiegt.

Die entlassene Ministerin Kristi Noem war nach tödlichen Schüssen von Agenten der Einwanderungsbehörde ICE in die Kritik geraten. Sie hatte durch ICE-Beamte getötete US-Bürger als „Terroristen im Inland“ bezeichnet. Die Anhörung der Ministerin im Senat löste in dieser Woche heftigen Widerspruch aus – selbst unter Republikanern. Noem erklärte im Senat, sie habe sich auf Berichte von Einsatzkräften vor Ort verlassen und weigerte sich ausdrücklich, ihre Aussagen zurückzunehmen oder sich zu entschuldigen.

Die Vorfälle hatten im Januar zu landesweiten Protesten gegen das Vorgehen von ICE geführt, bei denen nach amtlichen Angaben Tausende Bundesbeamte eingesetzt wurden und es zu Zusammenstößen mit Anwohnern in mehreren Städten kam. Kritiker werfen der Behörde unter Noem vor, zu harsch durchzugreifen und dabei Bürgerrechte zu verletzen.

Noem betonte wiederholt, die Maßnahmen ihres Ministeriums dienten der nationalen Sicherheit und beruhten auf gesetzlicher Grundlage. Während Republikaner teils noch schärfere Maßnahmen fordern, kritisieren Demokraten die Ausweitung von Befugnissen und verlangen stärkere parlamentarische Kontrolle und Transparenz im Gegenzug für Geldmittel.

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