Dompé muss Rekordgeldstrafe zahlen – und entschuldigt sich

Newsblog zum Hamburger SV

Alkoholfahrt: HSV-Profi muss „Rekordgeldstrafe“ zahlen

Aktualisiert am 03.02.2026 – 15:38 UhrLesedauer: 7 Min.

Jean-Luc Dompé: Der Offensivspieler des Hamburger SV wurde nach seiner Alkoholfahrt suspendiert. (Quelle: IMAGO/Philipp Szyza/imago)

Der Hamburger SV ist einer der größten Vereine Deutschlands. Im Newsticker auf t-online gibt es alle wichtigen Meldungen rund um die „Rothosen“.

Jean-Luc Dompé muss nach seiner Alkoholfahrt eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich zahlen. Das teilte der Hamburger SV mit, nachdem es ein weiteres Gespräch mit dem 30-Jährigen gegeben hatte. Der Aufsteiger sprach von einer „HSV-Rekordgeldstrafe“. Außerdem bleibt Dompé weiter suspendiert und wird am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim erneut fehlen.

Dompé war bei einer Polizei-Verkehrskontrolle angetrunken am Steuer erwischt worden und wurde mit auf eine Wache genommen. Mehreren Medienberichten zufolge soll der Promillewert 1,4 betragen haben. Beim Verlassen der Wache sei er obendrein von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr. Das führte zu einem zweiten Verfahren. Anschließend wurde der Offensivprofi vom Klub suspendiert und verpasste dadurch das überraschende 2:2 gegen den FC Bayern.

Der seit 2022 zum HSV gehörende Offensivspieler entschuldigte sich zum ersten Mal öffentlich in der Mitteilung des Bundesligisten. „Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden“, wurde der Offensivspieler zitiert. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und dafür trage er die vollen Konsequenzen. „Es tut mir wahnsinnig leid. Auch, dass ich das Team in dieser Phase, den so wichtigen Wochen, im Stich gelassen habe“, sagte Dompé weiter. Er erklärte, soziales Engagement leisten zu wollen.

Der HSV muss 503.400 Euro Strafe zahlen: Das hat das Sportgericht der Deutschen Fußball-Bundesliga (DFB) entschieden. Die Summe setzt sich zusammen aus mehreren Geldstrafen für acht Fälle von unsportlichem Verhalten der HSV-Fans, teilte der DFB mit.

Der Verein könne „bis zu 167.500 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 30. September 2026 nachzuweisen wäre“.

Am gravierendsten waren die Vorkommnisse beim Nordduell gegen den SV Werder Bremen am 7. Dezember: Laut DFB wurden während und nach der Partie mindestens 78 Bengalische Feuer, 51 Blinker und fünf Rauchtöpfe gezündet. Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit wurden vier Batterien mit mindestens 80 Rauchraketen abgefeuert.

Erstmals seit seiner Alkoholfahrt und der anschließenden Suspendierung hat sich der französische Offensivspieler Jean-Luc Dompé vom Hamburger SV über Instagram zu Wort gemeldet. In seiner Story veröffentlichte er am Montag den Motivationsspruch „Accepte ce qui est. Lâche ce qui était. Aie confiance en ce qui sera“ – auf Deutsch: „Akzeptiere, was ist. Lass los, was war. Vertraue auf das, was sein wird.“ Was genau er damit meint, blieb offen.

Aktie.
Die mobile Version verlassen