
Anbieter pleite
dm muss Express-Lieferservice einstellen
30.01.2026 – 15:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Die beliebte Drogeriemarkt-Kette dm hat ihren Express-Lieferservice in Deutschland vorerst eingestellt. Das ist der Grund.
Spätestens seit der Corona-Pandemie sind Lieferdienste aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Wenn man etwa krank ist und nicht vor die Haustür kommt, kann man sich Lebensmittel oder andere Dinge des täglichen Bedarfs direkt nach Hause liefern lassen – manchmal sogar noch am selben Tag.
Auch der Drogerieriese dm hatte ab 2021 in einigen Städten einen Express-Lieferservice angeboten. Kunden konnten eine Bestellung aufgeben und erhielten noch am selben oder am Folgetag ihre Lieferung per Lastenrad. Zuvor war der Service als Pilotprojekt getestet und nach und nach ausgeweitet worden. Doch nun ist Schluss.
Wie die „Lebensmittel Zeitung“ (LZ) berichtet, hat dm den Express-Lieferdienst vorerst eingestellt. Bereits seit Dezember kann die Lieferoption im Onlineshop nicht mehr ausgewählt werden. Marcel Rieser, dm-Geschäftsbereichsverantwortlicher Sortiment und Digital Business, teilte der „LZ“ auf Anfrage mit, man könne nicht sagen, ob und wann der Service den Kunden wieder zur Verfügung steht.
Die Einstellung der Expresslieferung beruht laut dem Bericht nicht auf einer strategischen Entscheidung von dm, sondern darauf, dass der Lieferanbieter Pickshare insolvent gegangen ist und den Geschäftsbetrieb eingestellt hat. dm suche derzeit schon nach Alternativen, wie es heißt.
Für dm ist der Wegfall der Expresslieferung nach eigenen Angaben verkraftbar. Zwar sei die Nutzung des Services in den acht Liefergebieten kontinuierlich gestiegen, insgesamt habe sich die Nachfrage aber weniger dynamisch entwickelt als bei der Expressabholung in den Märkten, so Rieser. In Österreich bietet dm die taggleiche Zustellung in vier Städten gemeinsam mit dem Lieferdienst Wolt an und prüft dort weitere Standorte.