Nebentätigkeit beim FC Bayern
Regierung prüft Disziplinarverfahren gegen OB Reiter
Aktualisiert am 06.03.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Münchner Oberbürgermeister ist wegen Zahlungen für ein Ehrenamt beim FC Bayern in der Kritik. Nun reagiert auch die Regierung von Oberbayern. Auch Reiter meldet sich zu Wort.
Die Regierung von Oberbayern prüft die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Auslöser ist eine Vergütung für sein Amt im Verwaltungsbeirat des FC Bayern München – ohne vorherige Genehmigung des Stadtrats.
Reiter hatte am Donnerstag (5. März) öffentlich gemacht, er erhalte seit Ende 2021 pro Halbjahr 10.000 Euro für das Amt. Ein Sprecher der Bezirksregierung erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Aufgrund der offenbar seit 2021 erfolgten Vergütung der Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München e.V. stellt sich die Frage, ob dafür eine Nebentätigkeitsgenehmigung erforderlich gewesen wäre.“ Reiters Bekanntmachung habe neue Tatsachen geschaffen. Diese nähmen die Behörde zum Anlass, ein Disziplinarverfahren zu prüfen.
Dieter Reiter reagierte am Freitagnachmittag auf ein mögliches Disziplinarverfahren in einer Mitteilung: „Ich werde von meiner Seite alles dafür Notwendige tun, damit alle Fragen des Stadtrats und der Regierung von Oberbayern beantwortet und rechtlich bewertet werden können“, heißt es darin. Gleichzeitig bedauere er, dass er es versäumt habe, den Stadtrat nicht von Anfang an damit befasst zu haben. Dafür bitte er auch die Münchner um Entschuldigung. Bis zur Klärung werde er sich an keiner Sitzung, Beratung und Entscheidung im Rahmen seiner Funktionen beim FC Bayern beteiligen.
Nach eigenen Angaben übt Reiter das Amt seit vielen Jahren aus. Er beteuerte, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er für die vergütete Tätigkeit eine Genehmigung des Stadtrats benötigt hätte.
