„Hast du einen Deal mit denen?“
Dieter Nuhr schwärmt vom Reisen in einer Diktatur
24.07.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Kontrollierte Fotos und inszenierte Restaurantbesuche: Dieter Nuhr berichtet bei Ina Müller von Reisen in zwei Diktaturen. Eines der Länder lobt er überraschend.
Dieter Nuhrs Erinnerungen an Nordkorea und China könnten kaum unterschiedlicher sein. Bei „Inas Nacht“ berichtet der Kabarettist von strenger Kontrolle einerseits und unbeschwertem Reisen andererseits.
Besonders sein Lob für China macht Moderatorin Ina Müller skeptisch. Sie erinnert Nuhr daran, dass auch dieses Land eine Diktatur ist.
Dieter Nuhr: China ist für Reisende „völlig frei“
„China ist für Reisende ein völlig freies Land“, entgegnet Nuhr. „In China zu reisen, ist ’ne wahre Freude.“ Das beginne beim Essen, auch die Hotels seien hervorragend und die Menschen „unfassbar freundlich“.
- Niemand wusste davon: Das ist Udo Lindenbergs berühmte Ex-Partnerin
- Hubertus Meyer-Burckhardt: Diese Frauen prägten sein Leben
Müller reagiert mit einer scherzhaften Nachfrage: „Hast du einen Deal mit denen?“ Nuhr verneint: „Nee, ich hab keinen Deal mit denen, ich brauch auch keinen.“
Als weiteres Argument führt der 65-Jährige die erleichterte Einreise an. China habe die Visumpflicht für Europäer abgeschafft und werbe um Besucher aus Europa. Ganz so pauschal gilt die Regelung allerdings nicht: Deutsche Staatsangehörige dürfen nach Angaben der chinesischen Botschaft derzeit für bestimmte Aufenthalte bis zu 30 Tage ohne Visum einreisen. Die Regelung ist zunächst bis Ende 2026 befristet.
In Nordkorea war „alles Fake“
Unmittelbar zuvor berichtet Nuhr von seinen Erfahrungen in Nordkorea. „Das war die obskurste Reise, die ich gemacht habe“, sagt er. Ständig sei jemand bei ihm gewesen und habe ihm vorgeschrieben, in welche Richtung er fotografieren dürfe. Die Reise sei unangenehm gewesen. Als Beruf habe Nuhr bei der Einreise Lehrer angegeben. Wer Journalist eintrage, bekomme nach seiner Darstellung kein Visum.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Die nordkoreanischen Behörden hätten dennoch herausgefunden, wer er sei. Daraufhin sei ihm der stellvertretende Tourismusminister als Begleiter zur Seite gestellt worden. Dieser habe akzentfrei Deutsch gesprochen, obwohl er das Land noch nie verlassen habe.
Besonders irritiert habe Nuhr ein Restaurant, das bei jedem Besuch seiner Gruppe gut gefüllt gewesen sei. Nach einigen Tagen hätten die Reisenden jedoch bemerkt, dass sie immer wieder dieselben vermeintlichen Gäste sahen. Die Menschen seien offenbar mit ihnen durch das Land gefahren, um das jeweilige Restaurant zu füllen. „Das war alles Fake“, lautet Nuhrs Fazit. Müller reagiert deutlich: „Das ist ja spooky.“
