Gefahr durch Hitzebelastung

Übelkeit bei Hitze – Warnsignal für Hitzeschaden?


Aktualisiert am 13.05.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 5 Min.

Eine Frau hält sich den Kopf (Symbolbild): Wenn Beschwerden wie Übelkeit bei Hitze auftreten, braucht der Körper womöglich dringend Abkühlung, Flüssigkeit oder gar medizinische Hilfe. (Quelle: Santiaga/getty-images-bilder)

Übelkeit kann bei Hitze auf harmlose bis gefährliche Gesundheitsprobleme hinweisen. Welche das sind und was dann hilft, erfahren Sie hier.

Starke Hitzebelastung kann schon nach kurzer Zeit schwere gesundheitliche Folgen wie einen Hitzekollaps oder einen Sonnenstich haben. Zudem kann sie bereits bestehende Erkrankungen verschlimmern und Herz-Kreislauf- oder Atemprobleme verursachen. Im Extremfall kann Hitze tödlich sein – selbst für gesunde Menschen. Darum klären wir nachfolgend, wie Sie auf mögliche Warnsignale wie Übelkeit bei Hitze richtig reagieren.

Übelkeit bei Hitze und Hitzekollaps

Übelkeit kann auftreten, wenn es bei Hitze zu einem Hitzekollaps kommt. Ursache ist ein hitzebedingter Blutdruckabfall: Dadurch ist das Gehirn kurzfristig schlecht durchblutet, sodass die betroffene Person kurz das Bewusstsein verliert.

Neben Übelkeit kann eine solche Bewusstlosigkeit bei Hitze mit weiteren Symptomen verbunden sein. Dazu zählen Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche, Wärmegefühl und Durst. Die Haut ist zunächst meist gerötet und stark verschwitzt, später dann blass und kaltschweißig. Manchmal bilden sich zudem Wasseransammlungen in den Beinen (Hitzeödeme).

Was tun bei Hitzekollaps mit Übelkeit?

  • Bei Bewusstlosigkeit vorsichtshalber sofort den Rettungsdienst (112) rufen.
  • Die betroffene Person an einen kühlen Ort bringen, wo sie sich in Rückenlage mit erhöhten Beinen ausruhen kann: Dann bessert sich der Zustand für gewöhnlich schnell.
  • Kleidung der betroffenen Person öffnen und den Körper kühlen (etwa mit feuchten Tüchern oder durch Luftzufuhr).
  • Der betroffenen Person etwas zu trinken geben (am besten salz- beziehungsweise elektrolythaltige Getränke wie Mineralwasser, Gemüsebrühe oder Sportgetränke; keinen Alkohol) – vorausgesetzt, sie ist bei Bewusstsein und erbricht nicht.

Übelkeit bei Hitze infolge einer Hitzeerschöpfung

Tritt Übelkeit bei Hitze infolge einer Hitzeerschöpfung auf, ist der Blutdruck ebenfalls hitzebedingt erniedrigt. Typische Ursache hierfür ist der Wasser- und/oder Elektrolytverlust durch starkes Schwitzen bei körperlicher Anstrengung: Dadurch nimmt das Blutvolumen im Kreislauf ab.

  • Mehr erfahren: Warum der Blutdruck bei Hitze Probleme bereiten kann

Neben Übelkeit geht eine solche Erschöpfung bei Hitze mit weiteren Symptomen einher. Dazu zählen unter anderem Kopfschmerzen, starker Durst, Schwäche, hoher Puls, Unruhe, Appetitlosigkeit, Schwindel und Abgeschlagenheit. Womöglich ist auch die Körpertemperatur leicht erhöht.

Was tun bei Hitzeerschöpfung mit Übelkeit?

  • Viel trinken.
  • Den Körper kühlen (etwa durch Besprühen mit kaltem Wasser und Luftzug und/oder mit Kühlelementen an Nacken, Leisten und Achseln). Achtung: Eiskalte Kühlelemente immer mit Stoff umwickeln, um Erfrierungen der Haut zu vermeiden.
  • Wenn die Körpertemperatur über 38 °C liegt oder sich der Zustand nach einer Stunde nicht gebessert hat, ärztlichen Rat einholen.

Übelkeit bei Hitze durch einen Hitzschlag

Bleibt ein Hitzekollaps oder eine Hitzeerschöpfung unbehandelt, kann daraus allmählich ein Hitzschlag entstehen. Dieser verursacht ebenfalls Übelkeit. Sich bei Hitze körperlich zu überanstrengen, kann auch ganz plötzlich einen Hitzschlag auslösen. Ursache ist immer ein Wärmestau: Dieser lässt die Körpertemperatur schnell auf über 40 Grad ansteigen, wodurch das Gehirn anschwillt.

Außer Übelkeit können bei Hitze noch andere, teils lebensbedrohliche Symptome auf einen Hitzschlag hinweisen. Dazu zählen unter anderem Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Verwirrtheit und Verhaltensauffälligkeiten, Bewusstseinstrübung bis hin zur Ohnmacht, Kreislaufschwäche bis hin zum Schock und manchmal auch Krampfanfälle.

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