Offene Legende wird 60

Dieser Film machte den Alfa Spider unsterblich


28.03.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Klassiker: Der Alfa Spider wurde 1966 vorgestellt. (Quelle: Alfa Romeo)

Seit 60 Jahren gilt er als Ikone des offenen Fahrens. Der Alfa Romeo Spider feiert Geburtstag – ein Blick auf eine bewegte Geschichte.

Weniger als eine Tonne Gewicht, ein drehfreudiger Vierzylinder und später bis zu 200 km/h Spitze: Als Alfa Romeo den Spider im März 1966 auf dem Genfer Autosalon präsentierte, war der offene Zweisitzer nicht nur als stilistisches Statement gedacht, sondern sollte auch fahrdynamisch überzeugen.

Entstanden ist das Modell bei Pininfarina. Battista „Pinin“ Farina betreute das Projekt persönlich, gemeinsam mit Aldo Brovarone und Franco Martinengo. Der Spider gilt als das letzte Fahrzeug, das unter seiner direkten Verantwortung entwickelt wurde. Formal knüpfte der Entwurf an die „Superflow“-Studien der 1950er-Jahre an. Besonders auffällig war das weich auslaufende Heck.

Technisch griff Alfa Romeo auf die Giulia zurück. Der Spider nutzte deren Plattform in verkürzter Form, mit einem Radstand von rund 2,25 Metern. Zum Start kam ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen zum Einsatz, der rund 109 PS leistete. In Verbindung mit einem Fahrzeuggewicht von etwa 990 Kilogramm ergaben sich Geschwindigkeiten von anfangs 185, später bis zu 200 km/h. Zum Gesamtpaket gehörten außerdem Heckantrieb, ein Fünfgang-Schaltgetriebe und Scheibenbremsen an allen vier Rädern.

Kurz nach seiner Premiere brachte Alfa Romeo mehrere Fahrzeuge auf dem Transatlantikliner „Raffaello“ nach New York, wo das Modell vorgestellt wurde. Kompakte Roadster aus Europa trafen in den USA in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre auf eine wachsende Nachfrage. Seine größte Bekanntheit erreichte der Spider jedoch über das Kino. 1967 erschien er im Film „Die Reifeprüfung“ („The Graduate“). Dustin Hoffman fährt darin einen Spider 1600, der über weite Strecken in dem Film präsent ist. Die Fahrszenen machten das Modell einem breiten Publikum bekannt und verankerten es auch außerhalb der Automobilwelt.

Der Name „Duetto“, unter dem der frühe Spider bis heute bekannt ist, geht auf einen Wettbewerb zurück, den Alfa Romeo 1966 zur Namensfindung auslobte. Zwar verschwand die Bezeichnung aus rechtlichen Gründen (ein Schokoladenhersteller hatte sich den Namen gesichert) schnell aus der offiziellen Nutzung, im Sprachgebrauch blieb sie jedoch erhalten.

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