Diesel deutlich teurer – ADAC kritisiert hohe Kraftstoffpreise

Diesel kostet spürbar mehr

ADAC kritisiert: Tanken derzeit deutlich überteuert


26.11.2025 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Unangenehm: Tanken ist für Dieselfahrer wieder teurer geworden. (Quelle: IMAGO/Grigory Sysoev/imago)

Trotz gesunkener Rohölpreise steigen die Dieselpreise spürbar, kritisiert der ADAC. Super E10 wird hingegen minimal günstiger.

Plus 2,1 Cent pro Liter – der Preisanstieg bei Diesel im Vergleich zur vergangenen Woche ist beträchtlich. Laut einer neuen ADAC-Auswertung kommt der gesunkene Rohölpreis nicht an den Zapfsäulen an: 1,654 Euro kostet ein Liter Diesel. Super E10 hingegen ist leicht (0,3 Cent) günstiger geworden und kostet jetzt 1,682 Euro je Liter.

Neben dem Wechselkurs von Euro und US-Dollar (Rohöl wird in Dollar gehandelt) ist der Preis für Rohöl der entscheidende Faktor für die Entwicklung der Kraftstoffpreise. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ist in der vergangenen Woche von 65 auf 62 US-Dollar gesunken, ohne dass Autofahrer davon profitieren würden, kritisiert der ADAC. Zum Vergleich: Am 1. August 2025 war Super E10 auf einem vergleichbaren Preisniveau, Rohöl kostete damals aber auch rund 70 US-Dollar, war somit um rund acht US-Dollar teurer. Der Verkehrsclub folgert: Tanken ist zurzeit deutlich überteuert.

Besonders markant ist die geringe Spanne zwischen den Preisen – Super E10 ist nur 2,8 Cent teurer als Diesel –, obwohl auf Benzin rund 20 Cent mehr Steuern anfallen.

Beim Sinken des Preisabstands könnte auch die Jahreszeit eine Rolle spielen. Typischerweise treibt die Heizsaison den Dieselpreis im Vergleich zum Preis für Superbenzin ein Stück weit an. Grund dafür ist, dass sich Diesel und Heizöl ausgesprochen ähnlich sind.

Der ADAC rät, vor dem Tanken unbedingt die Preise vor Ort und auf entsprechenden Portalen zu vergleichen – zum Beispiel unter tanken.t-online.de. Außerdem gilt im Alltag: Lassen Sie das Auto vor Ampeln ausrollen, vermeiden Sie starkes Beschleunigen, fahren Sie auf Autobahnen etwas langsamer und lassen Sie Ballast zu Hause, statt unnötige Gegenstände im Kofferraum herumzufahren. Und an der Tankstelle können Sie Folgendes beachten:

Der wichtigste Spartipp bleibt: abends tanken statt morgens. Wer zwischen 18 und 22 Uhr zur Zapfsäule fährt, spart oft mehrere Euro pro Tankfüllung. Frühaufsteher dagegen zahlen drauf.

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