Neue Studie bestätigt Risiko

So sollten Sie Ihren Kaffee nicht trinken


14.09.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Mann trinkt Kaffee (Symbolbild): Wer seinen Kaffee eher lauwarm trinkt, profitiert in einer Hinsicht.

Ein Mann trinkt Kaffee (Symbolbild): Wer seinen Kaffee eher lauwarm trinkt, profitiert in einer Hinsicht. (Quelle: Fuse Img/getty-images-bilder)

Nicht nur Rauchen und Alkohol beeinflussen das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Forscher haben einen weiteren Faktor im Alltag genauer untersucht – mit einem klaren Ergebnis.

Für viele gehört der heiße Kaffee oder Tee am Morgen fest zum Alltag. Doch eine neue große Studie zeigt: Wer diese Getränke sehr heiß trinkt, könnte sein Risiko für eine bestimmte Form von Speiseröhrenkrebs deutlich erhöhen. Hinweise auf diesen Zusammenhang gibt es schon länger. Frühere Untersuchungen aus Regionen wie dem Iran, Südamerika und Japan hatten ein erhöhtes Risiko bei sehr heißen Getränken festgestellt. Unklar war bislang jedoch, ob sich ein solcher Zusammenhang auch bei den in westlichen Ländern üblichen Trinkgewohnheiten zeigt.

Genau dieser Frage gingen Forscher der Universität Oxford nun nach. Dafür werteten sie Daten von fast einer Million Erwachsenen aus Großbritannien aus. Die Ergebnisse erschienen Anfang September im Fachjournal „International Journal of Cancer“.

Dreifach höheres Risiko

Die Teilnehmer gaben an, ob sie ihre heißen Getränke bevorzugt „warm“, „heiß“ oder „sehr heiß“ tranken. Anschließend verfolgten die Forscher deren Gesundheitsdaten über mehr als zehn Jahre.

Das Ergebnis: Menschen, die ihre Getränke „heiß“ tranken, hatten im Vergleich zu Menschen mit einer Vorliebe für „warme“ Getränke ein fast doppelt so hohes Risiko für ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre. Bei „sehr heißen“ Getränken lag das Risiko etwa dreimal so hoch.

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Ein Plattenepithelkarzinom, kurz SCC, entsteht aus den flachen Zellen, die große Teile der Speiseröhre auskleiden. Bisherige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass heiße Getränke die Schleimhautzellen der Speiseröhre schädigen, was im Laufe der Zeit das Krebsrisiko erhöhen kann.

Für eine andere Form von Speiseröhrenkrebs, das sogenannte Adenokarzinom, fanden die Forscher dagegen keinen vergleichbaren Zusammenhang mit der Trinktemperatur.

Gut zu wissen

Als besonders riskant gilt die Kombination aus Rauchen und hohem Alkoholkonsum. Etwa 75 Prozent aller Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre sind auf die Einwirkung von Alkohol und Nikotin zurückzuführen.

Getränke selbst sind nicht das Problem

Entscheidend scheint nicht das Getränk selbst zu sein, sondern seine Temperatur. Der Zusammenhang zeigte sich unabhängig davon, ob die Teilnehmer vor allem Kaffee oder Tee tranken.

Die Forscher vermuten, dass große Hitze die Schleimhaut der Speiseröhre schädigen und dadurch langfristig die Entstehung von Krebs begünstigen könnte. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft Getränke über 65 Grad Celsius als „wahrscheinlich krebserregend“ ein.

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