Eine gutartige Prostatavergrößerung ist eine häufige Ursache von Beschwerden beim Wasserlassen. Es kommen jedoch auch andere Ursachen infrage – darunter auch bösartige Erkrankungen wie Prostatakrebs.

Bei anhaltenden und/oder starken Symptomen ist daher immer ein Arztbesuch angesagt. Denn nur durch eine Untersuchung lässt sich feststellen, ob eine gutartige Prostatavergrößerung hinter den Beschwerden steckt oder ob eine andere Ursache infrage kommt. Dazu zählt zum Beispiel auch eine Entzündung der Prostata.

Im Gespräch wird der Arzt zunächst nach Art, Intensität und Dauer der Beschwerden fragen. Auch wird er beispielsweise wissen wollen, ob der Patient Medikamente nimmt und ob er bestimmte Vorerkrankungen hat. Es folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei tastet der Arzt unter anderem das äußere Genital ab. Zudem führt er einen Finger in den Enddarm ein, um die Prostata von innen zu ertasten.

Anhand einer Urinprobe lässt sich unter anderem herausfinden, ob eine Infektion hinter den Beschwerden stecken könnte. Um zu messen, wie schnell der Urin ausgeschieden wird, kann eine Harnstrahlmessung sinnvoll sein. Dabei uriniert die Person in ein spezielles Messgerät. Im Ultraschall lässt sich eine Prostatavergrößerung erkennen. Auch kann der Arzt damit herausfinden, ob nach der Blasenentleerung übermäßig viel Restharn in der Blase zurückbleibt.

Im Rahmen einer Blutuntersuchung wird der Arzt möglicherweise auch vorschlagen, den PSA-Wert zu bestimmen. PSA steht für prostataspezifisches Antigen. Ist der Wert erhöht, kann das auf Prostatakrebs hinweisen – ein Beweis für die Erkrankung ist er jedoch nicht, denn im Rahmen anderer Erkrankungen (auch bei einer Prostatavergrößerung) kann der Wert ebenfalls erhöht sein. Ob die Bestimmung des Werts sinnvoll ist, sollten Arzt und Patient daher gemeinsam abwägen.

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