Diese Symptome sollten Sie nicht ignorieren

Mit einer Blutuntersuchung lassen sich verschiedene Blutwerte bestimmen. Von Interesse sind hierbei vor allem die Entzündungswerte.

Bei einer Lungenentzündung sinkt oft der Sauerstoffgehalt im Blut. Dieser lässt sich innerhalb weniger Sekunden mit einem Pulsoxymeter feststellen, welches als Clip (ähnlich wie eine Wäscheklammer) auf den Finger gesteckt wird.

Um den genauen Krankheitserreger nachzuweisen, können Proben von Blut oder Auswurf zur Untersuchung ins Labor geschickt werden.

Lungenentzündung: Behandlung

Bei einer Lungenentzündung richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache. In der Regel muss die Erkrankung mit Medikamenten behandelt werden. In den meisten Fällen kommen dafür Antibiotika zum Einsatz, da normalerweise Bakterien die Lungenentzündung hervorrufen.

Ist die Lungenentzündung die Folge einer Grippe oder einer Corona-Infektion, können virenhemmende Mittel (sogenannte Virostatika) helfen. Oft erhalten Betroffene gleichzeitig Antibiotika, damit es nicht zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien kommt.

Sind andere Erreger (wie Pilze oder Parasiten) die Auslöser der Lungenentzündung, verschreibt der Arzt Medikamente, die gezielt gegen die Erreger wirken.

In schweren Fällen können weitere Medikamente notwendig sein. Je nach Situation erhalten Betroffene etwa zusätzlich Kortison.

Kommt es im Verlauf der Lungenentzündung zu einer mangelhaften Versorgung mit Sauerstoff über die Atmung, kann eine künstliche Sauerstoffzufuhr helfen, zum Beispiel über eine Nasenmaske oder (in sehr schweren Fällen) über eine künstliche Beatmung.

In etwa acht von zehn Fällen kann eine Lungenentzündung ambulant beziehungsweise zu Hause behandelt werden. Nimmt die Erkrankung jedoch einen schwereren Verlauf, kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein. Häufig betrifft das vor allem kleinere Kinder, ältere Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Betroffene, die ihre Lungenentzündung zu Hause auskurieren, können die Heilung unterstützen, indem sie dem Körper Ruhe gönnen und sich schonen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken – am besten Wasser, Saftschorlen oder Kräutertees.

Rauchen sollte während der Behandlung möglichst eingestellt oder so weit wie möglich verringert werden. Denn Rauchen beeinträchtigt die natürlichen Abwehrmechanismen der Lunge.

Wer einer Lungenentzündung vorbeugen will, kann das bis zu einem gewissen Grad durch allgemeine Maßnahmen tun. Zum einen lässt sich das Risiko für Atemwegsinfektionen generell senken, indem gängige Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dazu zählen vor allem regelmäßiges Händewaschen und Abstand zu anderen, insbesondere zu akut Erkrankten.

Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener, nährstoffreicher Ernährung und regelmäßiger Bewegung trägt insgesamt zu einer guten Gesundheit bei und bietet gute Voraussetzungen für ein leistungsfähiges Immunsystem.

Rauchen zählt zu den Risikofaktoren, die eine Lungenentzündung begünstigen, und sollte möglichst vermieden werden.

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Wer ein erhöhtes Risiko für Lungenentzündungen hat, kann dieses wirksam mithilfe verschiedener Schutzimpfungen senken. Vor allem eine Pneumokokken-Impfung hilft bei der Vorbeugung, da sie vor dem häufigsten Auslöser einer Pneumonie schützt.

Je nach Risikogruppe sind unterschiedliche Impfungen ratsam. Für Kinder sind die Pneumokokken-Impfung und die Impfung gegen die Bakterienart Haemophilus influenzae (Hib-Impfung) zu empfehlen, für ältere Menschen ab 60 Jahren die Pneumokokken- und die Grippe-Impfung.

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