Diese Stromtarife lohnen sich wirklich

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Was kostet der Stromtarif für eine Wärmepumpe?


29.01.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine große Wärmepumpe vor einem Haus: Was kosten Stromtarife für eine Wärmepumpe? (Quelle: Frederick Doerschem/getty-images-bilder)

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Kosten eines Stromtarifs für eine Wärmepumpe.

Heizen mit einer Wärmepumpe ist häufig günstiger als mit einer Gasheizung – diesen Satz hört man immer wieder. Doch wer dann die Strompreise mit den Gaspreisen vergleicht, stellt schnell fest: Strom kostet deutlich mehr als Gas.

Auch ein t-online-Leser ist über diese Diskrepanz gestolpert und fragt, was Wärmepumpentarife denn kosten. Sind sie günstiger als Haushaltsstromtarife?

Wer eine Wärmepumpe oder eine andere strombasierte Heizung, wie etwa einen Nachtspeicher, nutzt, kann einen Heizstromtarif wählen. Diese werden von vielen Energieversorgern angeboten. Die Tarife können variieren, kosten aber meistens um die 20 bis 25 Cent/Kilowattstunde. Das ist oft viel günstiger als ein normaler Stromtarif, der eher um die 30 bis 35 Cent/kWh angeboten wird.

Um einen separaten Stromtarif für die Wärmepumpe zu nutzen, dürfen Sie den Strom aber ausschließlich zum Heizen verwenden. Das bedeutet: Man benötigt einen separaten Stromzähler für die Wärmepumpe. Der Einbau des Zweitzählers kostet noch einmal Geld: Sowohl für den Einbau als auch für eine jährliche Gebühr, die der Messstellenbetreiber verlangt.

Die Einbaukosten eines Zweitzählers können stark variieren, je nachdem, wie viel Platz in Ihrem Zählerschrank ist – oder ob ein neuer Schrank installiert werden muss. Die Einbaukosten schwanken also zwischen 200 und bis zu 5.000 Euro. Die jährliche Grundgebühr für den Zähler beträgt zwischen 20 und 50 Euro im Jahr.

Diese Kosten sollten Sie also gegen eine mögliche Ersparnis durch den Stromtarif gegenrechnen. Wer einen niedrigen Verbrauch (unter 3.000 kWh im Jahr) bei der Wärmepumpe hat, für den wird sich der zweite Zähler wahrscheinlich nicht lohnen. Seit 2024 erhalten Wärmepumpenbetreiber außerdem auch ohne separaten Zähler einen Rabatt bei den Stromnetzentgelten. Ohne Zweitzähler beträgt der Rabatt zwischen 110 und 190 Euro im Jahr.

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