Diese Strafen drohen – auch bei Gelb wird’s teuer

Bei Rot und Gelb fahren

So teuer können Ampelverstöße werden


Aktualisiert am 10.02.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 3 Min.

Verkehrssignal: Wer eine gelbe Ampel überfährt, muss mit einem Verwarngeld rechnen. (Quelle: Chromrange/imago-images-bilder)

Wer bei Rot über eine Ampel fährt, bekommt ein Fahrverbot aufgebrummt. Was viele nicht wissen: Auch bei einem Gelblichtverstoß wird eine Geldstrafe fällig.

Autofahrer müssen mit einem Monat Fahrverbot, 200 Euro Geldbuße und zwei Punkten in Flensburg rechnen, wenn sie eine Ampel überfahren, die länger als eine Sekunde Rot anzeigt. Kommt noch eine Gefährdung hinzu, erhöhen sich die Geldstrafen entsprechend:

So oder so kassieren Autofahrer durch das Vergehen zwei Punkte sowie – je nach Tatbestand – ein einmonatiges Fahrverbot.

Die Strafe für einen Rotlichtverstoß ist also von mehreren Faktoren abhängig:

Für Fahranfänger verlängert sich die Probezeit nach einem Rotlichtverstoß um zwei Jahre, außerdem wird ihnen ein Aufbauseminar auferlegt.

Nicht nur das vollständige Missachten der roten Ampel kann zu einem Bußgeld führen. Bleiben Autofahrer bei einer roten Ampel nicht rechtzeitig stehen, überfahren also die Haltelinie (Haltelinienverstoß), kann dies ebenfalls zu einem Bußgeld führen. Wird dabei eine andere Person gefährdet, liegt die Geldstrafe bei 70 Euro plus einen Punkt in Flensburg. Verursacht die Missachtung der Haltelinie einen Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf 85 Euro – und ebenfalls ein Punkt.

Wer noch bei Gelb über die Ampel fährt, muss mit einem Verwarngeld zwischen zehn und 15 Euro rechnen. Gelb weist darauf hin, dass der Fahrer auf das nächste Ampelzeichen warten muss. Wer allerdings kurz vor der Ampel nur durch gefährliches Bremsen zum Stehen käme, darf noch bei Gelb weiterfahren.

Die Gelbphase richtet sich immer nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Auf Straßen mit einem Tempolimit bis 50 km/h beträgt die Gelbphase drei Sekunden, bei 60 km/h vier und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h fünf Sekunden.

Es gibt sogenannte Ampelblitzer, die dann auslösen, sobald ein Rotlichtverstoß vorliegt. Auf dem Boden vor und hinter der Ampel befinden sich Sensoren. Stellt das System fest, dass diese überfahren wurden, obwohl die Ampel rot war, wird der erste Blitzer ausgelöst. Hinter oder an der Kreuzung steht dann ein weiterer Blitzer, der den Verstoß dokumentiert, sobald das Fahrzeug die Straße überquert hat. Der doppelte Blitzer dient dazu, sowohl den Rotlichtverstoß als auch eine mögliche überhöhte Geschwindigkeit zu belegen.

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