
Abschneiden oder wegwerfen?
Auf diesen Lebensmitteln ist Schimmel gefährlich
Aktualisiert am 20.09.2025Lesedauer: 4 Min.
Ärgerlich, wenn Lebensmittel innerhalb weniger Tage von Schimmel bedeckt sind. Doch ist es gefährlich, Brot, Marmelade und Obst noch zu essen?
Abschneiden oder wegschmeißen? Diese Frage stellt sich fast jeder, wenn er Schimmel an Marmelade, Toastbrot oder Käse entdeckt. Während die Großmutter die schimmeligen Stellen einfach herausschnitt und den Apfel anschließend zum Verzehr reichte, raten einige Experten eher zum Entsorgen schimmeliger Lebensmittel. Doch nicht alle Leckereien mit grünlich-weißlichen Stellen müssen gleich in den Müll wandern.
Wir sagen Ihnen, wann Schimmel zur Gesundheitsgefahr werden kann und wie Sie ihn verhindern.
Sobald eine grünlich-weiße Stelle auf Quark, Wurst oder Soßen sichtbar wird, ist Vorsicht geboten. Denn mit bloßem Auge ist nicht zu erkennen, ob ein Pilz Gifte bildet oder nicht. Generell gilt: „Je höher der Wassergehalt im Lebensmittel, umso schneller verbreitet sich das Gift darin“, so die Verbraucherzentrale Berlin.
Der Grund: Gesundheitsschädliche Stoffe wie die sogenannten Mykotoxine sind nicht nur im sichtbaren Pilzrasen, sondern auch unsichtbar in tieferen Schichten des Lebensmittels enthalten.
Das Abschneiden oder -kratzen einer befallenen Stelle entfernt also nicht alle schädlichen Sporen oder Toxine. Diese Lebensmittel gehören sofort in den Müll, wenn sie schimmeln:
Aufgrund des hohen Wassergehalts kann sich der Schimmelpilz hier schnell ausbreiten – teilweise ist der Kohlrabi oder die Erdbeere im Inneren schon stark von dem Gift durchdrungen, obwohl an der Außenhaut nur ein kleiner Punkt erkennbar ist. Aus diesem Grund sollten Sie derartiges Obst auch nicht mehr für die Zubereitung von Kompott oder Marmeladen verwenden, so das bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz.
Aber auch bestimmte Molkereiprodukte sollten Sie bei Schimmelbildung umgehend entsorgen. Hierzu gehören: