Diese Rechte haben Verbraucher beim neuen Stromzähler

Es gibt mittlerweile sehr viele wettbewerbliche Messstellenbetreiber (wMSB), die damit werben, dass sie die Smart Meter schneller und günstiger einbauen als die grundzuständigen Anbieter. Zu den bekannteren gehören Inexogy, Metrify oder Zählerhelden. Gut zu wissen für den Hinterkopf: Viele wMSB sind gleichzeitig Stromanbieter und wollen mit dem Einbau eines Smart Meters auch einen Stromvertrag abschließen. Sie werden aber nicht daran gehindert, später wieder den Vertrag zu wechseln, wenn Sie ein besseres Angebot finden.

Wenn Sie damit Probleme haben, einen Smart Meter zu bekommen – ob Pflichteinbau oder nicht –, lohnt es sich, zumindest bei einem wMSB nachzufragen, wann und zu welchem Preis er den Zähler einbauen kann.

Sobald Sie einen Smart Meter beantragt haben, haben Sie einen finanziellen Vorteil. Denn wer einen Smart Meter hat und eine sogenannte steuerbare Verbrauchseinheit nutzt (zum Beispiel Wärmepumpe, Wallbox, PV-Anlage), zahlt geringere Netzentgelte. Und wie Florian Bachmann vom wMSB Octopus Energy erklärt, gilt dieser Rabatt schon ab der Antragsstellung: „Die monetären Vorteile entstehen, sobald man den Wunsch nach einem Smart Meter geäußert hat. Verbraucher haben dann ein Recht auf reduzierte Netzentgelte“. Das soll den Druck auf die grundzuständigen Messstellenbetreiber erhöhen, schneller mit dem Einbau der Geräte voranzukommen.

Wenn Sie nach Januar 2024 eine Wärmepumpe, Wallbox oder PV-Anlage installiert haben, müssten Sie bereits einen Smart Meter haben und von reduzierten Netzentgelten profitieren. Besitzer von älteren Anlagen müssen sich bei ihrem Netzbetreiber melden und mitteilen, dass sie reduzierte Netzentgelte erhalten wollen – und dazu einen Smart Meter.

Allerdings kann man ohne installierten Smart Meter keine dynamischen Stromtarife nutzen. Vor allem für Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinheiten lohnen sich diese Tarife. Verbraucher können damit Hunderte Euro im Jahr sparen.

Wenn Sie den Antrag für einen Smart Meter gestellt haben, sollte dieser innerhalb von vier Monaten eingebaut werden. Passiert das nicht, wenden Sie sich noch einmal höflich an Ihren wMSB. Wenn auch das nichts bringt, melden Sie sich bei der Schlichtungsstelle Berlin e. V.

Immer wieder kommt es zudem vor, dass der Smart Meter zwar installiert, aber noch nicht funktionsfähig ist. Florian Bachmann kennt das: „Das liegt auch daran, dass der Prozess sehr langwierig ist und es keine funktionierende Standardisierung gibt. Pro Smart Meter, den wir installieren, müssen wir 30 bis 40 Nachrichten mit verschiedenen Stellen austauschen“, sagte er t-online.

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