Höhle, Museum, Kirche

Coole Orte: Hier können Sie der Hitze trotzen

Aktualisiert am 19.06.2026 – 14:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Coole Orte hat Deutschland viele, nicht nur unter dem Rasensprenger am Reichstag. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Vor der Tür flimmert die Luft, doch ein paar Meter weiter kann es erstaunlich kühl sein. Von Höhlen und Stollen bis zu Kirchen und Eishallen: Einige Orte in Deutschland sträuben sich gegen die Hitze.

Draußen glüht der Asphalt. Wer jetzt der Hitze entkommen will, muss nicht gleich ans Polarmeer reisen: Auch an bestimmten Orten in Deutschland kann es im Hochsommer überraschend kalt sein. Ein kleiner Streifzug durch Inseln der Kälte – von unterirdisch bis sakral.

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Tropfsteinhöhlen: einstellig im Fels

Tief im Felsen ist die Luft von der Außentemperatur entkoppelt. Was sich über Jahrtausende aufgebaut hat, lässt sich von so einer Hitzewelle lange nicht beeindrucken. Das ganze Jahr herrschen in Tropfsteinhöhlen wie der Atta-Höhle in Attendorn (Nordrhein-Westfalen) oder der Iberger Tropfsteinhöhle im Harz (Niedersachsen) um die 10 Grad Celsius.

In der Iberger Tropfsteinhöhle herrschen um die 10 Grad Celsius. (Archivbild) (Quelle: Swen Pförtner/dpa/dpa-bilder)

Bestaunen lassen sich während der angenehmen Abkühlung dann Stalaktiten und Stalagmiten, also Gesteinszapfen, die von der Decke hängen oder aus dem Boden wachsen. In der Wimsener Höhle bei Hayingen auf der Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg) kann man sogar auf flachen Kähnen durchs Wasser schippern.

Tief unter Tage ist immer Nebensaison

Was einst Bergleute im Schweiße ihres Angesichts in den Fels schlugen, kann heute auf ganz natürliche Weise vor extremer Hitze schützen. Dank des Gesteins halten ehemalige Bergwerke und Stollen ihre Temperaturen das ganze Jahr stabil kühl. Da können draußen gut und gerne Föhn, Gewitter oder Hochdruckwetter herrschen. Schöner Nebeneffekt: Mit gekühltem Kopf lassen sich industriegeschichtliche Ausstellungen oder Führungen in den Bergwerken noch mehr genießen.

In den Stollen unter dem Erzgebirge gibt es kühle 8 Grad Celsius. (Archivbild) (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/ZB/dpa-bilder)

Im Salzbergwerk Berchtesgaden (Bayern) etwa, wo seit 1517 Salz abgebaut wird, herrschen konstant 12 Grad. An mehreren traditionsreichen Orten der Unesco-Welterberegion Erzgebirge (Sachsen) gibt es unter Tage kühlende 8 Grad.

Museen: Kunst gucken und nebenbei abkühlen

Museen und Galerien regulieren ihre Raumtemperatur nicht nur für das Wohlbefinden ihrer Besucher, sondern auch für den Erhalt ihrer Ausstellungsstücke. Gemälde und andere empfindliche Materialien vertragen keine zu hohen Temperaturen oder große Schwankungen. Und was der Kunst nützt, kann also auch dem Menschen zugutekommen.

Die Hamburger Kunsthalle sieht für ihre Exponate gleichbleibende wohltemperierte 18 bis 22 Grad vor. (Archivbild) (Quelle: Axel Heimken/dpa/dpa-bilder)
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