Diese Impfungen für Kinder entfallen

Impfskepsis steigt

US-Regierung senkt Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen


Aktualisiert am 07.01.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Kinder in den USA sollen nach dem Willen der US-Regierung künftig weniger Impfungen erhalten. (Symbolbild) (Quelle: FatCamera/getty-images-bilder)

Nach Ansicht der US-Regierung benötigen Kinder weniger Impfungen. Doch Experten kritisieren den Vorschlag bereits. Welche Impfungen betroffen sind.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf „schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten“ gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Aber: „Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht“, schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.

Bis Ende 2024 waren laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC noch 17 Immunisierungen für Kinder vorgesehen. Zu den Impfungen, die nun nicht mehr allgemein empfohlen werden, gehören jene gegen

Das geht aus einer Übersicht der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor.

Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mitteilte, wurden bei der jüngsten Neubewertung 20 „vergleichbare Industrieländer“ herangezogen. Weiterhin empfiehlt die Behörde nun noch in den USA Impfungen gegen:

Eltern könnten jederzeit mit ihren Kinderärzten über mögliche weitere Impfungen sprechen, hieß es.

Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Die Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder war bereits Anfang Dezember angekündigt worden. Es hieß, mit Impfungen gegen so viele Krankheiten nähmen die USA eine „Sonderstellung“ im Vergleich zu anderen Industrienationen ein. Deutschland sehe Impfungen gegen 15 Krankheiten vor, in Dänemark seien es nur zehn.

Tatsächlich listet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite Impfungen gegen 14 Infektionskrankheiten und Erreger für Kinder und Jugendliche. Rechnet man die empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder hinzu, sind es hingegen 19 Impfungen, darunter auch die in den USA wegfallenden Impfungen.

Der US-Berufsverband der Kinderärzte (AAP) kritisierte die neuen, eingedampften Impfempfehlungen als „gefährlich und unnötig“. Weiter hieß es: „Die Vereinigten Staaten sind nicht Dänemark, und es gibt keinen Grund, den dänischen Impfplan den amerikanischen Familien aufzuzwingen.“ Die Krankheitsrisiken und Gesundheitssysteme beider Länder würden sich „erheblich“ voneinander unterscheiden.

Aktie.
Die mobile Version verlassen