Intel hat mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Prognosen so weit übertroffen, dass die Aktie um 24 Prozent gestiegen ist – an einem Tag. Das mag eine Übertreibung sein. Es ist aber auch ein Zeichen von großer Erleichterung.

Ohne Big Tech geht ehrlicherweise aber auch in den USA weniger. Und so war die vergangene Woche eine entscheidende:

Meta, Microsoft und Alphabet haben die Erwartungen übertroffen. Allerdings wachsen die Zweifel an den steigenden KI-Investitionen. Dafür war vor allem Meta mit Kursverlusten abgestraft worden.

In Europa hat Chipausrüster ASML immerhin die Erwartungen weit übertroffen – und die Prognosen angehoben. Einer der wenigen Leuchtpunkte im Tech-Sektor.

Investoren versuchen mehrheitlich, das Kriegsthema aus den Köpfen zu kriegen. Sie fokussieren sich wieder mehr auf die Themen, die davor Relevanz hatten: KI eben. Technologie. Auch wenn die Rohstoffprobleme natürlich nicht aus der Welt sind.

Im Dax ist jetzt aber nach dem schnellen Anstieg der vergangenen Tage Ermüdung eingekehrt. Die Geduld wegen Nahost geht zu Ende, weil Energieprobleme und gerissene Lieferketten schmerzlich an die jüngere Vergangenheit erinnern. Keiner dachte, dass diese Themen so schnell und so massiv zurückkommen.

Die Unternehmen müssen erst einmal weiter liefern – besser: abliefern, damit Investoren bei der Stange bleiben. Und vor allem verlässliche Ausblicke bieten. Schwierig genug in diesen Zeiten. Und es braucht die wirtschaftspolitische Perspektive, dass Hormus nicht zur Endlos-Warteschleife wird, sondern eine Perspektive da ist, wann die Wasserstraße geöffnet wird. Bis dato sieht es nicht so aus. Die Folgen für Wirtschaft und Inflation auszublenden, ist an den Börsen allerdings keine gute Idee.

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