Betrügerische E-Mail
Falsches Versprechen: Kriminelle locken mit Steuererstattung
15.10.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Angebliche Rückzahlung vom Finanzamt: Betrüger verschicken gefälschte Elster-E-Mails, um an Bank- und Kartendaten zu gelangen. Wer der Aufforderung folgt, riskiert finanzielle Schäden.
Wer seine Steuererklärung abgibt, hofft mitunter auf eine Rückzahlung vom Finanzamt. Genau diese Erwartung machen sich Kriminelle zunutze. Mit einer gefälschten E-Mail im Namen des Steuerportals Elster versuchen Betrüger, sensible Finanzdaten abzugreifen. Davor warnen die Verbraucherzentralen auf ihrer Webseite.
Die Nachricht trägt den Betreff „AW: Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“ und erweckt den Eindruck, eine Steuererstattung für das Jahr 2025 sei bereits bestätigt. Für die Auszahlung müssten die Empfänger lediglich noch ihre Bankdaten bestätigen.
Dazu sollen die Empfänger über einen Link ihre Kartendaten eingeben und die vermeintliche Auszahlung freigeben. Die Absender setzen die Empfänger dabei unter Zeitdruck: Bis zum 25. Oktober 2026 müsse die Bestätigung erfolgen. Andernfalls könne die Erstattung nicht bearbeitet werden.
Die Nachricht weist mehrere typische Merkmale einer Phishing-Mail auf. Die Empfänger werden lediglich allgemein als „Steuerpflichtige“ angesprochen. Zudem sollen sie sensible Finanzdaten über einen Link preisgeben. Die kurze Frist und die angedrohten Konsequenzen sollen zusätzlichen Druck erzeugen.
Was Betroffene tun sollten
Elster ist das Onlineportal der deutschen Steuerverwaltung. Ob eine Steuererstattung tatsächlich ansteht, sollten Betroffene über den offiziellen Elster-Zugang oder direkt beim zuständigen Finanzamt prüfen und nicht über einen Link in einer unerwarteten E-Mail.
Phishing
Beim Phishing versuchen Kriminelle, an persönliche Daten ihrer Opfer zu kommen, wie zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Passwörter oder das Geburtsdatum. Diese Daten können sie entweder im Darknet verkaufen oder selbst nutzen, um sich etwa online im Bankkonto anzumelden und dieses zu plündern.
Wer die Nachricht erhält, sollte sie unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben, raten die Verbraucherschützer. Anhänge sollten ebenfalls nicht geöffnet werden.
Wer bereits den Link angeklickt und seine Kartendaten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren und die Karte sperren lassen. Wurden weitere Zugangsdaten preisgegeben, sollten die betroffenen Konten über die offiziellen Anbieterzugänge abgesichert werden.
