
Spar-Check für Autofahrer
Versicherung doppelt so teuer: Drei Zusätze sind Geldverschwendung
16.01.2026Lesedauer: 2 Min.
Wer bei der Autoversicherung jedes Kreuz setzt, zahlt unnötig drauf. Ein einziger Zusatzbaustein kann den Beitrag verdoppeln – oft ohne Nutzen. Drei teure Irrtümer und die eine Klausel, die Autofahrer wirklich brauchen.
Wer bei der Kfz-Versicherung unnötige Extras streicht, spart Hunderte Euro im Jahr. Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox belegen: Drei Leistungen treiben die Kosten massiv nach oben.
Die Direktregulierung übernimmt nach einem Unfall sofort alle Kosten, noch bevor die Schuldfrage geklärt ist. Das lassen sich die Konzerne allerdings sehr gut bezahlen: Tarife mit diesem Extra sind im Schnitt 109 Prozent teurer. Für einen VW-Golf-Fahrer bedeutet das 939 Euro Mehrkosten pro Jahr. Da sich die Haftung meist ohnehin zügig klärt, rechnet sich dieser Luxus fast nie.
Der Rabattschutz soll verhindern, dass Fahrer nach einem Unfall zurückgestuft werden. Kostenpunkt: bis zu 25 Prozent Aufpreis. Der Haken: Die Einstufung bleibt nur beim aktuellen Anbieter erhalten. Wer die Versicherung wechselt, verliert den Vorteil und wird herabgestuft. Der Aufpreis war damit umsonst.
Die Eigenschadendeckung soll zahlen, wenn Sie beispielsweise Ihr eigenes Garagentor oder den Zweitwagen rammen. Das kostet rund 22 Prozent mehr Beitrag. Allerdings: Viele Tarife schließen Unfälle auf dem eigenen Grundstück aus. Wer in der Einfahrt das Tor streift, bleibt dann trotz Zusatzschutz auf dem Schaden sitzen.
Achten Sie stattdessen auf eine einzige Klausel: den Verzicht auf Einrede bei grober Fahrlässigkeit. Sie greift beispielsweise, wenn Sie eine rote Ampel übersehen oder kurz am Steuer abgelenkt sind. Diese Klausel ist oft schon in günstigen Tarifen enthalten. Eines gilt dennoch: Bei Trunkenheit dürfen Versicherer die Leistung weiterhin kürzen. Denn Alkohol am Steuer gefährdet mutwillig Leben – ein Risiko, das keine Klausel der Welt auffangen kann.