Die spannende Geschichte der Glienicker Brücke

Zwei Kamerateams an der Brücke dokumentierten das Geschehen: Gegen Mittag fuhr aus Potsdam ein Reisebus mit den West-Agenten vor, aus der anderen Richtung kamen Chevrolets mit den Ost-Agenten. Nur eine Stunde später war alles vorbei. Am 11. Februar 1986 erfolgte auf der Glienicker Brücke der dritte Agentenaustausch.

Am 10. November 1989, einen Tag nach der Öffnung der Berliner Mauer, wurde die Glienicker Brücke wieder freigegeben. Hunderte Menschen aus Potsdam und Berlin kamen zusammen, um sich auf der Brückenmitte zu begegnen. Fotos zeigen spontane Feiern und den ersten freien Verkehr zwischen beiden Ufern seit fast drei Jahrzehnten.

Nur wenige Tage später passierten bereits wieder Autos und Fahrräder den Übergang. Das Bauwerk wurde zu einem Symbol der Wiedervereinigung. Heute markieren Gedenktafeln und ein Metallstreifen im Asphalt die ehemalige Grenzlinie.

Im November 2014 diente die Glienicker Brücke als Kulisse für Steven Spielbergs Film „Bridge of Spies“. Stacheldraht, Kontrollhäuschen und Suchscheinwerfer wurden detailgetreu nachgebaut. Viele Schaulustige verfolgten die Dreharbeiten; auch die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte das Set.

Die Glienicker Brücke liegt an der Bundesstraße 1, die Berlin-Zehlendorf mit Potsdam verbindet. Bus- beziehungsweise Tramlinien fahren sowohl vom S-Bahnhof Wannsee (Bus 316) als auch vom Potsdamer Hauptbahnhof (Tram 93) direkt bis zur Haltestelle Glienicker Brücke. Fuß- und Radwege entlang der Havel binden sie in das Netzwerk der Potsdamer Parklandschaft ein.

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