WM-Auftakt in Gruppe B
Katar schockt die Schweiz
Aktualisiert am 13.06.2026 – 23:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Schweiz erlebt einen enttäuschenden Start in die WM. Lange führen die Eidgenossen, sind drückend überlegen, doch in der Nachspielzeit gelingt Katar der Ausgleich.
Die Schweiz hat im ersten Spiel der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nur 1:1 (1:0) gespielt. Lange führte das Team von Trainer Murat Yakin nach einem Elfmetertor von Breel Embolo (17.). Aus dem Chancenplus ergab sich im Anschluss jedoch nicht der zweite Treffer.
Bis zum Schluss betrug das Torschuss-Verhältnis 25:7 aus Sicht der Schweizer, ein zweiter Treffer gelang jedoch nicht. Vielmehr schockte Katars Boualem Khoukhi in der vierten Minute der Nachspielzeit die Schweizer und traf zum Ausgleich.
So lief das Spiel
Bei strahlend blauem Himmel und rund 25 Grad versammelten sich schon vor 10 Uhr Ortszeit zahlreiche Fans am Stadion in Santa Clara. Mit Kuhglocken und Gesängen stimmten sich die Schweiz-Anhänger bei einem gemeinsamen Marsch auf die Partie ein. In der riesigen Arena, in der im Februar noch der Super Bowl stattfand, blieben beim Anstoß in der Mittagshitze allerdings zahlreiche Plätze leer.
„Wir haben Hunger wie nie zuvor“, hatte Kapitän Granit Xhaka vor dem Anpfiff verkündet. Der Mittelfeldstratege vom AFC Sunderland will mit der Schweiz die „beste WM aller Zeiten“ spielen. Bisher ist das Viertelfinale der größte Erfolg.
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Fast wurden die Schweizer aber früh in Bedrängnis gebracht. Edmilson Junior tauchte frei vor Torwart Gregor Kobel auf, scheiterte jedoch am Keeper von Borussia Dortmund.
Der Favorit war nun wach. Die Schweiz baute Druck auf. Der sehr agile Dan Ndoye machte mächtig Alarm, konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Embolo blieb vom Elfmeterpunkt dagegen ganz cool. Katars Torwart Mahmud Abunada hatte Remo Freuler im Strafraum gefoult und der frühere Gladbacher verwandelte souverän.
Elfmeter nach heftigem Zusammenstoß und Abseitstellung?
Dass es überhaupt Elfmeter gab, sorgte allerdings für etwas Verwunderung. Kamerabilder ließen eine Abseitsposition Freulers vor dem Foul erahnen. „Ich hätte mit einer Abseitsposition gerechnet“, sagte der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer im ZDF. „Ich kann mir nur vorstellen, dass die Kamera eine falsche Perspektive gezeigt hat oder die halbautomatische Abseitslinie ausgefallen ist.“ Auch TV-Experte und 2014er Weltmeister Per Mertesacker zeigte sich irritiert.
Die Schweiz beschwerte sich natürlich nicht, kontrollierte auch in der Folge das Spiel und hatte Chancen für weitere Tore. Der starke Abunada verhinderte jedoch eine schnelle Vorentscheidung. So hatte Katar bei einer seiner wenigen Offensivaktionen kurz vor der Pause die Ausgleichschance. Erneut blieb Kobel gegen Edmilson Junior der Sieger.
