Neue Studie deckt auf

Elektroauto: Die Prämie wird zur Preisfalle


03.08.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.

E-Auto-Prämie mit Haken: Steigt die Nachfrage, sinken die Rabatte. Käufer sparen weniger als erhofft. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)

Mehr Förderung, weniger Ersparnis: Wer ein Elektroauto kauft, profitiert womöglich weniger von der Prämie als gedacht. Das zeigt eine neue Studie zu Rabatten auf dem Automarkt.

Elektroautos werden in Deutschland wieder teurer. Ausgerechnet die staatliche Förderung trägt dazu bei. Einerseits bringt sie zwar mehr Käufer auf den Markt, andererseits nimmt sie Herstellern und Händlern aber den Druck, hohe Rabatte zu gewähren.

Das geht aus einer Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) hervor. CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer hat die Ergebnisse am Montag vorgestellt. Sein Befund: Steigt die Nachfrage, sinkt der Nachlass. Für Käufer kann die Prämie deshalb weniger bringen als versprochen.

Rabatte auf E-Autos sinken

Für die Studie hat das CAR die Preise von 25 Verbrenner-, 25 reinen Elektroauto- und 15 Plug-in-Hybrid-Modellen verglichen. Ausschlaggebend war der Preis nach Rabatt.

Im Juni erreichten Elektroautos einen Marktanteil von 28,6 Prozent. Gleichzeitig sanken die Rabatte von 17,8 Prozent im Juni auf 17,6 Prozent im Juli. Dieser Rückgang ist zwar gering. Die Richtung ist trotzdem wichtig. Eine höhere Nachfrage bedeutet, dass die Anbieter weniger nachgeben müssen.

Warnung vor dem Fördereffekt: CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer sieht in der E-Auto-Prämie einen Grund für sinkende Rabatte. (Quelle: Michael Dahlke)

Verbrenner benötigen höhere Nachlässe

Bei Benzinern und Dieseln ist es umgekehrt. Dort stiegen die Rabatte von 18,4 auf 19,4 Prozent. Besonders hohe Nachlässe gab es bei den Marken Audi, Opel und BMW. In einzelnen Fällen betrug der Rabatt bis zu 31,5 Prozent.

Dieser Unterschied zeigt, wie sich der Markt verschiebt. E-Autos lassen sich mit weniger Rabatt verkaufen. Verbrenner benötigen dagegen stärkere Preiszugeständnisse.

Plug-in-Hybride bleiben teuer

Die 25 meistgekauften Verbrenner kosteten im Juli nach Rabatt im Durchschnitt 32.302 Euro. Reine Elektroautos lagen bei 34.665 Euro. Plug-in-Hybride kosteten im Durchschnitt 46.252 Euro.

Ihr hoher Preis hat einen einfachen Grund: Plug-in-Hybride verfügen über zwei Antriebe. Zum Verbrennungsmotor kommen Batterie und Elektromotor hinzu. Dudenhöffer erwartet ab 2027 eine Entlastung. Mehr Modelle chinesischer Hersteller könnten die hohen Preise senken.

Förderung mit Nebenwirkung

Die Zahlen der CAR-Studie belegen: Eine Prämie macht ein Auto nicht automatisch günstiger. Steigt durch sie die Nachfrage, sinkt oft der Rabatt. Dann zahlt der Käufer am Ende mehr, als die Förderung verspricht.

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