Neue Show: „Start up Stage“

Das ist „Die Höhle der Löwen“ – aber für Muslime


Aktualisiert am 01.04.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 3 Min.

Enes Şeker, Omar Afkir, Selmir Suljkanovic: „Start Up Stage“ bringt muslimische Gründer auf die Pitch-Bühne. (Quelle: Screenshot von „Start-up Stage“)

Der erfolgreiche Aachener Unternehmer Enes Şeker sitzt jetzt als Jurymitglied in einer Show für junge Unternehmer. Viele von ihnen sind Muslime.

Enes Şeker aus Aachen ist ein umtriebiger Geschäftsmann. Bekannt wurde er als der Gründer von „Royal Donuts“. Angefangen hat Şeker mit nur einem einzigen Laden in Köln, Jahre später führte er ein riesiges Franchise-Unternehmen mit weltweit mehr als 300 Standorten von Paris bis Dubai.

Die meisten dieser Läden haben inzwischen aber auch schon wieder dicht gemacht und Şeker hat sich einem neuen Food-Projekt zugewandt: den „Crusty Slices“, eine Mischung aus Pizza und salzigem Croissant. Geschäfte gibt es auf der Jülicher Straße in Aachen, aber auch in Köln, Frankfurt, Wien, Berlin, Düsseldorf, Würzburg, Bremen, Mannheim, München und bald auch in Nürnberg.

Und weil Şeker nun bereits zweimal gezeigt hat, dass er mit ganz einfachen Ideen zum erfolgreichen Unternehmer werden kann, sitzt er nun (neben Omar Afkir und Selmir Suljkanovic) als Jurymitglied in einer Youtube-Show für Gründer, die der erfolgreichen Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ in vielerlei Hinsicht ähnelt.

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In „Start Up Stage“ werden junge Unternehmer eingeladen, stellen sich auf eine Bühne, „pitchen“, (also präsentieren) ihre Geschäftsidee in Kurzform und hoffen auf Hilfe der drei erfolgreichen Unternehmer, meistens in finanzieller Hinsicht, in Form eines Investments. Manche der Teilnehmer stecken aber auch bloß irgendwo im Gründungsprozess fest und wünschen sich eine Beratung oder ein wenig Aufmerksamkeit für ihr Produkt.

Das Besondere an der Show: Anders als bei „Der Höhle der Löwen“ sind viele der Teilnehmer gläubige Muslime, was auch immer wieder – sowohl von der Jury als auch von den Teilnehmern – thematisiert wird. So fällt etwa auf, dass die Jurymitglieder, wenn sie vom Gelingen oder Nichtgelingen eines Geschäftes immer wieder die Formeln „Inshallah“, also „so Allah will“, oder „Mashallah“, also „Wie Gott es gewollt hat“ aussprechen. Kandidaten, die ihren Glauben bereits offengelegt haben, werden von den Jurymitgliedern häufig mit „mein Bruder“ angesprochen. (Dies beruht auf der Koran-Sure al-Hudschurat, 49:10. Sie besagt: „Die Gläubigen sind Brüder“.)

Dass Allah und die muslimische Community auch für viele der Teilnehmer eine große Rolle spielen, wird spätestens in der dritten Folge der Youtube-Show ganz deutlich, in denen drei junge Männer ein „muslimisches SaaS“-Produkt vorstellen, also ein muslimisches „Software as a Service“-Produkt.

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