Die besten Pflege- und Beautytipps im Überblick

Mehr Fett, weniger Sonne

Trockene Haut im Alter: Die besten Pflege- und Beautytipps


Aktualisiert am 09.01.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 4 Min.

Für die Vorbeugung von Falten ist das regelmäßige Eincremen mit UV-Schutz wichtig. (Quelle: Jun/getty-images-bilder)

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Reife Haut ist anspruchsvoll, was die Hautpflege anbelangt. Wer auf die Bedürfnisse der alternden Haut eingeht, kann sogar Fältchen mildern.

Rötungen, Trockenheit, Spannen und Juckreiz der Haut zeigen sich mit fortschreitendem Alter häufiger. Auch die Faltenbildung nimmt zu. Die richtige Pflege bei reifer Haut ist essenziell. Was trockene Haut im Alter braucht und worauf es bei der Reinigung und Pflege ankommt, weiß Hautärztin Dr. Ellen Meyer-Rogge aus Karlsruhe.

Kaum zu glauben, aber wahr: Bereits ab Mitte 20 verändert sich die Haut. Sie wird zunehmend trockener und zeigt erste feine Linien. Ab Mitte 30 wird die Elastizität des Bindegewebes schwächer und die Linien vertiefen sich. Erste Falten zeigen sich auf der Haut – besonders im Gesicht. Dort ist die Haut durch die Mimik stark gefordert und zudem äußeren Einflüssen wie Sonne und Kälte ausgesetzt.

„Je älter die Haut wird, desto mehr lassen Durchblutung, Spannkraft, Talgproduktion und Feuchtigkeitsgehalt nach. Neben Falten können weitere optische altersbedingte Veränderungen auftreten, etwa Altersflecken und Alterswarzen“, erklärt Dr. Ellen Meyer-Rogge, Hautärztin in Karlsruhe und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

Da mit zunehmendem Alter das Risiko für Hautkrebs zunimmt, sollten Leberflecken verstärkt im Blick behalten werden, rät die Expertin. Das Hautkrebs-Screening beim Hautarzt sei eine wichtige Vorsorgeuntersuchung zum frühzeitigen Erkennen von bösartigen Hautveränderungen beziehungsweise deren Vorstufen. Ergänzend sollte man die Haut regelmäßig selbst untersuchen.

Zeig sich eine neue Hautveränderung auf der Haut oder wird eine bestehende Hautveränderung größer, ist ein Arztbesuch anzuraten. Das gilt auch dann, wenn die Hautveränderung erhaben ist, verschiedene Pigmentierungen zeigt oder am Rand ausgefranst erscheint. „Auch kleine Stellen, die nässen, immer wieder bluten und nicht recht abheilen wollen, sind ein Warnzeichen, insbesondere für weißen Hautkrebs“, sagt Meyer-Rogge.

Ein weiterer wichtiger Schutz- und Pflegetipp für reifer werdende Haut ist: ein guter Sonnenschutz. UV-Licht gehört laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu den größten Risikofaktoren für die Haut. Langfristige Wirkungen an der Haut seien vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor hilft nicht nur, das Hautkrebsrisiko zu senken, sondern bremst auch die Hautalterung.

Verantwortlich für die Hautalterung und andere langfristige Schäden ist vor allem UV-A-Strahlung. Sie ist langwelliger als UV-B-Strahlung und dringt tiefer in die Haut ein. UV-A-Strahlung beschleunigt unter anderem den Kollagenabbau der Haut und verursacht Elastizitätsverlust, Pigmentveränderungen und Zellschäden.

UV-B-Strahlung fördert zusätzlich Entzündungsprozesse und ruft DNA-Schäden hervor, die zu Mutationen und Krebs führen können. „Ist die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt, summiert sich die UV-Einwirkung über die Jahre. Die Haut altert schneller, Altersflecken zeigen sich früher und das Risiko für Hautkrebs steigt“, erklärt Meyer-Rogge.

Neben Sonnenstrahlung zählen Alkohol und Rauchen zu den größten Gefahren für faltige und trockene Haut im Alter. Alkohol und Rauchen entziehen der Haut Feuchtigkeit, verschlechtern die Durchblutung, fördern Entzündungsprozesse und verlangsamen die Hauterneuerung. Die Haut sieht zunehmend grau und trocken aus und wirkt schlaff.

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