Diabetes Typ 1: Symptome, Lebenserwartung, Behandlung

Diabetes Typ 1 entwickelt sich schleichend. Bis sich Symptome einstellen, kann es deshalb dauern. Dann machen sich diese aber recht plötzlich bemerkbar. Treten erste Anzeichen wie erhöhte Blutzuckerwerte auf, sind die Betazellen zu diesem Zeitpunkt bereits größtenteils (zu etwa 80 Prozent) zerstört.

Erbliche Einflüsse können die Entstehung von Diabetes Typ 1 begünstigen: In manchen Familien gibt es mehrere Fälle der Erkrankung.

Ob auch Infektionen mit bestimmten Krankheitserregern oder Umwelteinflüsse das Risiko für Typ-1-Diabetes erhöhen, ist bislang unklar.

Besteht der Verdacht auf Diabetes Typ 1, wird der Arzt oder die Ärztin mehrere Blutuntersuchungen veranlassen, um die Blutzuckerwerte zu prüfen. Bei erhöhten Werten wird die Blutuntersuchung nüchtern wiederholt. Das bedeutet, einige Stunden vor der Blutabnahme dürfen Betroffene nichts mehr essen. Sind die Blutzuckerwerte sehr hoch, liegt die Diagnose Diabetes nahe.

Zusätzlich lässt die Ärztin oder der Arzt in der Regel den Langzeitblutzuckerwert HbA1c bestimmen. Dieser ist ein Maß dafür, wie hoch der Blutzucker in den zurückliegenden zwei bis drei Monaten im Durchschnitt war.

Auch ein Urintest kann zeigen, ob die Zuckerwerte erhöht sind. Wenn Teststreifen dabei anschlagen, ist der Diabetes jedoch in der Regel bereits stark fortgeschritten.

Menschen mit Diabetes Typ 1 haben im Vergleich zu ansonsten gesunden Menschen statistisch gesehen auch heute noch eine etwas kürzere Lebenserwartung. Dank verbesserter medizinischer Versorgung leben Frauen und Männer mit Typ-1-Diabetes mittlerweile dennoch deutlich länger als noch vor einigen Jahren.

Bei passender Behandlung haben Betroffene heutzutage deshalb im Grunde eine annähernd normale Lebenserwartung: Von den circa 373.000 Menschen mit Diabetes Typ 1 in Deutschland sind Schätzungen zufolge mittlerweile bereits mehr als 100.000 über 70 Jahre alt.

Ob sich die Lebenserwartung verkürzt, scheint vor allem davon abzuhängen, ob sich im Verlauf des Typ-1-Diabetes Folgeerkrankungen wie eine koronare Herzkrankheit (KHK) oder eine diabetische Nierenerkrankung entwickeln.

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