DHB-Torwart Wolff schimpft – „Unter aller Sau“

Seine Kritik hat einen Grund

DHB-Torwart schimpft: „Unter aller Sau“

31.01.2026 – 17:59 UhrLesedauer: 2 Min.

DHB-Torwart Andreas Wolff: Der Schlussmann spielt eine starke EM. (Quelle: IMAGO/Marco Wolf/imago-images-bilder)

Andreas Wolff reagiert auf die Berichterstattung rund um die Position im deutschen Tor. Grund: Die Besetzung im Hauptrundenspiel gegen Dänemark. Wolff wird deutlich.

Die Diskussion um die deutsche Torwart-Entscheidung nach der EM-Niederlage gegen Dänemark hat DHB-Keeper Andreas Wolff aufgebracht. Der Routinier reagierte vor dem Endspiel deutlich auf die öffentliche Debatte.

Nach dem 26:31 im Hauptrundenspiel gegen die Dänen hatte sich eine Diskussion um die Rolle von Wolff und David Späth entwickelt. Wolff kritisierte den Umgang damit scharf. „Ich finde es David gegenüber unfassbar respektlos, wie mit dieser Thematik umgegangen wurde und wird. Das war total despektierlich und regt mich tierisch auf“, sagte er vor dem Wiedersehen mit Dänemark im EM-Finale am Sonntag (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online) in Richtung einiger Experten.

In der Partie am vergangenen Montag hatte Späth 50 Minuten lang das deutsche Tor gehütet. Dass Wolff dabei weitgehend auf der Bank blieb, überraschte viele Zuschauer. Zuvor hatte der 34-Jährige im Spiel gegen Norwegen mit 22 Paraden überzeugt.

Auch frühere Nationalspieler äußerten sich kritisch. 2007er-Weltmeister Pascal Hens sagte bei Dyn: „Ich habe gedacht: Okay, schenken wir ab.“ Stefan Kretzschmar bescheinigte Späth zwar ein gutes Spiel, sprach aber von einer fragwürdigen Wirkung. „Was kann das bedeuten als Zeichen für die Mannschaft? Wie nehme ich das als Mannschaft auf in einem der alles entscheidenden Spiele?“, fragte der Olympia-Zweite von 2004.

Für Wolff ist die Debatte unverständlich. „Es ist schon erstaunlich, dass man so viele Jahre lang Handball spielt und trotzdem so wenig Menschenkenntnis hat. Wir haben vor dem Turnier gesagt, dass wir ein Torhüter-Duo sind, das durch seine Ausgeglichenheit und die Qualität beider funktioniert. Und dann fängt David in einem Spiel an und die ganze Welt verliert den Kopf. Das finde ich unter aller Sau“, sagte der Keeper.

Mit Blick auf das Finale richtete der Torwart vom deutschen Rekordmeister THW Kiel eine klare Botschaft an die Kritiker: „Sollte David morgen anfangen, ist das auf keinen Fall irgendein Zeichen, dass man Dänemark nicht ernst nimmt oder etwas abschenkt.“

Aktie.
Die mobile Version verlassen