Kritik an Experten

Torwart Späth beklagt respektlose EM-Kommentare

10.03.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 1 Min.

David Späth: Der deutsche Torhüter war von den Äußerungen einiger Experten enttäuscht (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn)

Nationaltorwart David Späth kritisiert Experten für abwertende Aussagen während der Handball-EM. Die Kommentare hatten für ihn persönliche Auswirkungen.

Handball-Nationaltorwart David Späth äußerte sich kritisch zu den Expertenkommentaren während der Europameisterschaft. Besonders die Reaktionen auf seine Nominierung im Spiel gegen Dänemark haben ihn stark beschäftigt. Bundestrainer Alfred Gíslason entschied sich im Hauptrundenspiel gegen den späteren Europameister Dänemark für Späth anstelle von Andreas Wolff, der zuvor gegen Norwegen mit 22 Paraden überzeugt hatte.

Späth beklagte in einem Interview mit dem „Kicker“: „Es war teils respektlos, was da für Aussagen getroffen wurden.“ Die Kritik habe den Torhüter der Rhein-Neckar Löwen stark beschäftigt und er empfinde großen Respekt für Fußballer wie Florian Wirtz oder Nick Woltemade, die ebenfalls grundlos kritisiert würden.

„Ohne die Leistung von Andi zu schmälern: Ich bin auch ein Teil der Mannschaft und wurde eingesetzt. Dafür so eine Hatewelle abzubekommen, ist schon brutal“, klagte Späth.

2007er-Weltmeister Pascal Hens und Handball-Ikone Stefan Kretzschmar hatten maßgeblich Bedenken bezüglich der Signalwirkung des Torwartwechsels geäußert. Hens sprach beispielsweise davon, dass Deutschland das Spiel deshalb „abgeschenkt“ habe. Späth reagierte darauf mit Unverständnis und betonte, dass er während des Spiels gegen Dänemark eine gute Leistung gezeigt habe.

„Ich weiß, dass ich nach 40, 45 Minuten bei einer Quote von knapp 40 Prozent stand: Ich glaube, besser geht es gegen Dänemark kaum“, sagte er. Die Expertenkommentare hätten ihn stark belastet und er kritisierte die Unruhe, die dadurch in die Mannschaft gebracht worden sei.

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