Zwei Monate vor der Heim-WM

DHB-Team mit Arbeitssieg – Kapitän Golla im Fokus


05.11.2026 – 23:29 UhrLesedauer: 3 Min.

Johannes Golla: Sein Wechselwunsch beschäftigt aktuell Handball-Deutschland. (Quelle: Franziska Gora/Jan Huebner/imago-images-bilder)

Erstmals seit sechs Monaten stand das DHB-Team wieder zusammen auf der Platte. In der EM-Qualifikation gab es einen etwas mühsamen Sieg gegen Belgien.

Der Countdown zur Heim-WM läuft, die erste Pflichtaufgabe ist erfüllt: Die deutschen Handballer sind mit einem 42:32 (22:18)-Sieg gegen den Außenseiter Belgien in die EM-Qualifikation gestartet. Bester Werfer der Mannschaft von Bundestrainer Alfreð Gíslason war Marko Grgić mit sieben Toren.

Besonders im Blickpunkt stand Kapitän Johannes Golla. Der Kreisläufer feierte nicht nur seinen 29. Geburtstag, sondern absolvierte auch sein erstes Länderspiel seit dem Wirbel um seinen Wechselwunsch von der MT Melsungen zur SG Flensburg-Handewitt. Mit vier Toren machte Golla, der vor allem in der ersten Halbzeit auf dem Feld stand, ein gutes Spiel.

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„Es war sehr schön, dass wir gewinnen konnten, dass wir die Atmosphäre hier heute erleben konnten“, sagte er nach dem Spiel, gab aber auch zu: „Das Spiel war sicherlich nicht unser Bestes, man hat gemerkt, dass wir uns ein halbes Jahr nicht gesehen haben und noch viel Potenzial haben.“ Mit Blick auf die Heim-WM im Januar habe man noch viel Arbeit vor sich. „Aber das war jetzt der Auftakt in die neue Länderspielsaison, den haben wir gewonnen und deswegen sind wir damit erstmal zufrieden“, so Golla.

Seine persönliche Situation macht der Kapitän bei der Nationalmannschaft nach eigenen Angaben nicht zum Thema: „Also ich blende das eher aus, weil ich nichts zu erzählen habe und dementsprechend hier auch die Atmosphäre genießen will, dieses Unbeschwerte“, sagte er. Man unterhalte sich nicht über Handball, sondern eher über Themen abseits des Sports. „Das genießen wir sehr.“

Erstes Spiel seit sechs Monaten

Nach rund einem halben Jahr ohne Länderspiel tat sich die DHB-Auswahl gegen Belgien zunächst schwer. Vor allem die Abwehr agierte zu zögerlich. Dabei zählt der Gegner nicht einmal zur erweiterten europäischen Spitze. Für eine EM konnten sich die Belgier noch nie qualifizieren, bei einer WM waren sie einmal dabei.

Zur Überraschung der 12.684 Zuschauer stand Stammkeeper Andreas Wolff nicht im Spieltagskader. Stattdessen bildete David Späth gemeinsam mit Füchse-Torwart Lasse Ludwig das deutsche Torhüter-Gespann.

Auch Rückraumspieler Grgić setzte mit wuchtigen Distanzwürfen Akzente. Dennoch spiegelte die knappe 13:10-Führung nach 20 Minuten die deutlichen Qualitätsunterschiede zwischen beiden Mannschaften kaum wider. „Unser Problem ist die Abwehr. Legt einen Zahn zu. Das ist kein Freundschaftsspiel“, schimpfte Gíslason in einer Auszeit.

David Móré: Er traf in seinem ersten Länderspiel viermal. (Quelle: Franziska Gora/Jan Huebner/imago-images-bilder)

Laut wurde es in der 30. Minute, als Debütant Niklas Theiß sein erstes Länderspieltor erzielte. Der Bundesligaprofi von der HSG Wetzlar soll unter anderem Renārs Uščins im Rückraum entlasten. Theiß war einer von zwei Neulingen im Lehrgangskader von Gíslason. Auch Linksaußen David Móré vom ThSV Eisenach feierte seinen Einstand und trug gleich vier Tore bei.

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