
Handball-EM
DHB-Team schlägt Spanien und wendet vorzeitiges Aus ab
Aktualisiert am 19.01.2026 – 22:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel gegen Spanien gewonnen und zieht in die Hauptrunde ein. Dort warten Top-Gegner.
Die deutsche Mannschaft hat das vorzeitige Aus in der Gruppenphase bei der Handball-EM verhindert. Mit einer starken Leistung besiegte das DHB-Team die zuvor ungeschlagenen Spanier mit 34:32. Überragende deutsche Spieler waren Renars Uščins und Spielmacher Juri Knorr.
Zuvor leistete bereits Österreich wertvolle Schützenhilfe für beide Teams. Mit ihrem Sieg gegen Serbien war klar, dass Spanien bereits qualifiziert war. Dem DHB-Team hätte auch ein Unentschieden gereicht.
Als Gruppensieger hat die Mannschaft von Bundestrainer Alfreð Gíslason plötzlich wieder alle Chancen: Statt die Heimfahrt anzutreten, startet das deutsche Team mit der optimalen Ausbeute von 2:0 Punkten in die zweite Turnierphase. Dort warten mit Olympiasieger Frankreich, Titelverteidiger Dänemark, Norwegen und Portugal oder Nordmazedonien weitere namhafte Gegner. Doch der Auftritt gegen Spanien macht durchaus Hoffnung.
Die DHB-Auswahl zeigte vor 9526 Zuschauern einen beherzten Auftritt. Hinten parierte Torhüter David Späth in der Schlussphase mehrmals spektakulär, zudem packte die Abwehr beherzt zu. Vorne bestachen Uščins (acht Tore) und Knorr (fünf Treffer), der in der aufgeheizten Stimmung vor Spielfreude sprühte.
Angepeitscht von den lautstarken deutschen Fans traf Knorr beim 3:2 zur ersten DHB-Führung (5.) – und Deutschland blieb am Drücker. Hinten hielt Torhüter Andreas Wolff immer wieder spektakulär, und als Kreisläufer Justus Fischer mit einem Doppelpack für die erste Drei-Tore-Führung (12:9) sorgte, ballte Gislason an der Seitenlinie energisch die Fäuste. „Ey Jungs, Abwehr weiter, das ist überragend, es läuft richtig gut“, rief er seinen Spielern in der Auszeit zu: „Sie haben sehr große Probleme im Rückzug.“
Im Angriff riss nun der unwiderstehliche Uščins die Partie an sich. Nach drei weiteren Treffern des Torjägers stand es plötzlich 16:12 (27.). Und so ging es trotz einiger unkonzentrierter Abschlüsse mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause.
Vor allem der deutsche Rückraum mit Uščins, Knorr und Julian Köster hielt das deutsche Team nach der Halbzeit auf Kurs. Als Linksaußen Lukas Mertens nach Anspiel von Knorr zum 23:20 versenkte (41.) und der nun eingewechselte Torhüter David Späth mehrfach parierte, sprangen die Zuschauer von ihren Sitzen. Gislason ballte vor Freude beide Fäuste.
Die Spanier ließen sich aber nicht abschütteln, und es blieb bis in die Schlussminuten spannend.