DHB-Jungstar Fischer verteidigt Handballer ins Finale

„Das war schon eine sehr starke Abwehrleistung nach der Pause“, freute sich auch Bundestrainer Gíslason und stellte fest: „Ich glaube, da haben wir das Spiel endgültig gewonnen, kann man sagen. Die Kroaten kamen gar nicht dagegen mit ihrer ersten Sieben.“

Spielmacher Juri Knorr, der zu dem Zeitpunkt auf Außen verteidigte, lobte die Leistung ebenfalls. „Ich stand da auf Außen und habe zugeschaut“, sagte er mit einem Lächeln. „Es war Wahnsinn, wie Golli, Fischi und Julian da gekämpft haben und eigentlich nichts zugelassen haben“, so Knorr weiter. Zusammen mit Andreas Wolff im Tor sei das „der Schlüssel für diesen Sieg“ gewesen. Torwart David Späth bescheinigte der Abwehr eine „Wahnsinns-Leistung“ und Rune Dahmke analysierte ebenfalls, dass genau das „den Kroaten den Zahn gezogen“ habe. Lukas Zerbe, mit sechs Toren bester deutscher Werfer, sah den Schlüssel ebenfalls in der Defensive: „Was die Jungs da hinten wieder weg geblockt haben, das war unfassbar.“

Besonders in Erinnerung blieb jedoch vor allem Justus Fischer. Der junge Kreisläufer vom TSV Hannover-Burgdorf begeisterte mit einer Szene gleich zu Beginn der Halbzeit, bei der er die kroatische Offensive fast im Alleingang verzweifeln ließ. „Justus Fischer hat in einem Angriff dreimal den Ball geblockt. Das ist überragend, rekordverdächtig in meinen Augen“, feierte Torwart Wolff seinen Teamkollegen für die Szene. Auch Torwart-Kollege David Späth staunte: „Was Fischi abgerissen hat in der Zeit – gefühlt acht Blocks und diese Körpersprache – das war der Wahnsinn.“

Renārs Uščins wollte sogar den Preis für den Spieler des Spiels, der am Ende an Torhüter Wolff ging, lieber an seinen Hannover-Teamkollegen geben: „Er war für mich der Man of the Match, weil er hat die Dinge gemacht, die keiner sonst sieht“, so Uščins. „Er stand in der Abwehr extrem gut, hat die Kroaten weg verteidigt, drei Blocks in einem Angriff gemacht“, lobte er weiter. „Er hat für uns den Grundstein gelegt, dass die Abwehr sehr gut stand.“ DHB-Sportvorstand Ingo Meckes ging sogar noch weiter und hob den erst 22-jährige Fischer als zentralen Bestandteil des deutschen Spiels hervor: „Er ist ganz wertvoll für unser Spiel“, sagte er. „Es ist egal, wann er reingeworfen wird, er performt bei dieser Euro und er setzt Akzente. Das mit 22 Jahren. Das ist wunderschön. Er arbeitet und hat einen Stellenwert in der Mannschaft. Er liefert ab und das hat er heute wieder gemacht“, schwärmte er.

Aktie.
Die mobile Version verlassen