Vier DFB-Stars mit bitterem Abend
Jetzt muss Klopp den richtigen Umgang finden
25.09.2026 – 15:02 UhrLesedauer: 5 Min.

Beim Debüt von Jürgen Klopp erleben gleich vier DFB-Stars einen unglücklichen Abend. Der Bundestrainer muss bereits jetzt mentale Aufbauhilfe leisten.
Aus Amsterdam berichtet William Laing
Nicht viel fehlte Jürgen Klopp zu einem perfekten Debüt als Bundestrainer. Der 59-Jährige führte mit der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend beim Auftakt in die Nations League bis in die Nachspielzeit mit 1:0 gegen die Niederlande. Dann aber schlugen die mit zunehmender Spieldauer stärker gewordenen Gastgeber in Amsterdam doch noch zu und vermiesten Klopp den Traumstart in seine Amtszeit.
„Ich hätte sehr gerne gewonnen, aber hatte nicht den Eindruck, dass der Ausgleich unverdient war“, sagte der DFB-Coach nach dem 1:1 auf der Pressekonferenz in den Katakomben der Johan-Cruyff-Arena. Trotz des späten Gegentreffers fand er aber vornehmlich lobende Worte für sein Team. „Die Intensität, die Bereitschaft, die Leidenschaft, die wir an den Tag gelegt haben, waren gut“, erläuterte Klopp. Auch fußballerisch habe schon einiges gestimmt. „Ich war in vielen Momenten mit unserem Spiel zufrieden“, betonte er.
Positiv erlebte Klopp vor allem den Auftritt von Marc-André ter Stegen. Der Torhüter, der zu Beginn der Partie noch einige Wackler in seinem Spiel hatte, rettete die DFB-Elf im zweiten Durchgang mehrfach vor dem Ausgleich. Klopp attestierte ihm eine „sehr, sehr gute Leistung“. Explizites Lob erhielten zudem die drei Debütanten Philipp Treu, Younes Ebnoutalib und Yannik Engelhardt.
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„Die Jungs haben absolut alles rausgehauen“, sagte Klopp in der ARD über sein Team, sprach von „tollen Einzelleistungen“. Gleichzeitig war auch dem Bundestrainer nicht verborgen geblieben, dass gleich mehrere DFB-Stars einen verhältnismäßig bitteren Abend in Amsterdam erlebten. Seine Pechvögel muss Klopp nun schnellstmöglich wieder aufbauen.
Klopps Aufgabe: mentaler Druckabbau bei Musiala
Den unglücklichen Start machte bereits vor dem Anpfiff Jamal Musiala. Der Bayern-Star war eigentlich für die Anfangsformation vorgesehen gewesen, fiel jedoch kurzfristig aus. Er hatte sich beim Aufwärmen verletzt. Einen Tag später steht fest: Musiala hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen – und fällt damit für die weiteren drei Partien der Länderspielpause aus.
Für den 23-Jährigen ist das der nächste herbe Rückschlag. Nach seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM im Sommer 2025 (Wadenbeinbruch sowie eine Sprunggelenksluxation) suchte er seit Jahresbeginn seine Form. Zum Saisonstart war Musiala bei Testspielen der Bayern dann zweimal auf dem Platz kollabiert. Kurz darauf erklärte er, an Absencen zu leiden, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien. Diese seien aber „gut behandelbar“, stellte er klar.
