DFB-Star Robin Gosens darf nicht zur Beerdigung der Oma

Verbot vom Trainer

DFB-Profi darf nicht zur Beerdigung seiner Oma


Aktualisiert am 19.01.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Robin Gosens: Nach einer Leihe 2024 wechselte er im Sommer 2025 fest nach Florenz. (Quelle: IMAGO/imago)

Im Sommer startete die AC Florenz mit Investitionen über 90 Millionen Euro einen Transferangriff. Eine der Neuverpflichtungen ist Robin Gosens. Der Nationalspieler erlebt nun eine Begebenheit der besonderen Art.

Am 29. Oktober zog sich Robin Gosens beim Spiel mit Florenz gegen Inter Mailand (0:3) einen Muskelfaserriss zu. Am 29. Oktober wäre der deutsche Nationalspieler aber auch gerne auf der Beerdigung seiner Oma gewesen. Doch er durfte nicht – sein damaliger Trainer, Stefano Pioli, hatte ihm das verboten.

In seinem Podcast „Wie geht’s“ verriet der Außenbahnspieler im Gespräch mit seinem Gast, Per Mertesacker, dass ihm die Erlaubnis fehlte, um beim emotionalen Abschied seiner Oma dabei zu sein. Damals belegte die „Fiorentina“ den letzten Tabellenplatz. „Als Führungsspieler wird man immer mitverantwortlich gemacht für die Misere“, erklärte Gosens. „Ich habe mir da selbst auch Gedanken gemacht, warum ich nicht auf mein Niveau komme.“

Das Spiel bei Inter im San Siro sei um 20.45 Uhr gewesen. Sein Kopf sei jedoch schon vorher „am Platzen“ gewesen. Der Grund: „Nachmittags um 16 Uhr wurde ich per Facetime zugeschaltet zur Beerdigung von meiner Oma.“

Gosens schilderte, dass er unbedingt dabei sein wollte. „Der Trainer hat mir aber nicht freigegeben“, sagte Gosens. Da er jedoch einen Eindruck von der Beerdigung haben und wissen wolle, wie sie verlaufen sei, habe er sich dazuschalten lassen.

„Dann gehst du um 20.45 Uhr auf den Platz, bist komplett voll. Und was passiert? Nach 70 Minuten knallt es und ich hatte einen ordentlichen Muskelfaserriss“, erklärte Gosens. Für ihn sei das kein Zufall, vielmehr schloss er daraus, dass er nicht wettbewerbsfähig sei, wenn der Kopf nicht frei ist.

Mertesacker zeigte Verständnis. Er kritisierte klar: „Was bringt das jetzt auch von den Verantwortlichen zu sagen, dass du nicht darfst? Da muss die Menschlichkeit doch vorgehen.“ Mertesacker verstehe zwar auch den Verein, der von seinen Spielern Topleistung wolle, gerade wenn der Klub ambitioniert sei und eigentlich die Champions League erreichen wolle.

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