Testspiel in Mainz

Tor-Wirbel nach der Pause: DFB-Elf führt Finnland vor


Aktualisiert am 31.05.2026 – 22:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Eiskalt im Abschluss: Deniz Undav erzielt das zwischenzeitliche 3:0 für die DFB-Elf gegen Finnland. (Quelle: IMAGO/Steffie Wunderl/imago-images-bilder)

Gerade im ersten Durchgang tut sich die deutsche Mannschaft mit den Gästen aus Skandinavien zeitweise schwer. Dann aber platzt der Knoten. Ein DFB-Profi überragt dabei.

Mit einem souveränen Sieg im letzten Heimspiel vor der WM hat sich die deutsche Nationalmannschaft in die USA verabschiedet. Die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann schlug Finnland in Mainz mit 4:0 (1:0), tat sich dabei in der ersten Spielhälfte durchaus schwer mit den Gästen, fand nach der Pause aber besser zu ihrem Spiel.

Deniz Undav wurde am Sonntagabend mit zwei Toren (34., 57.) und einer Vorlage für Florian Wirtz (48.) zum Matchwinner, Jamal Musiala traf zum Endstand (63.).

Vor ihrem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft (14. Juni) trifft die DFB-Elf noch am kommenden Samstag (6. Juni) auf Co-Gastgeber USA.

So lief das Spiel

Die Zuschauer wurden schon lange vor dem Anpfiff mit WM-Hits vergangener Jahre in Stimmung gebracht. Als die DFB-Auswahl um 20.11 Uhr zum Warmmachen in die Arena einlief, brandete Jubel auf. Später präsentierten die Zuschauer eine große Choreografie: Sie tauchten die Westtribüne in Deutschlandfarben und hielten ein Banner mit acht Nationalspielern in die Höhe. „LET’S GO“, stand darunter in großen Lettern.

Und die Mannschaft mühte sich, die Vorgabe direkt umzusetzen. Undav vergab eine erste gute Chance (8.), als er im Strafraum den Ball nicht richtig traf. Wirtz und Nathaniel Brown, der etwas überraschend auf der linken Abwehrseite begann, hatten sich sehenswert nach vorne kombiniert.

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Dem guten Beginn ließ Deutschland jedoch etliche Minuten Leerlauf folgen. Das Team fand kaum Lücken und spielte nach vorne behäbig. Die Fans beobachteten das Spiel dennoch äußerst wohlwollend. Der degradierte Torhüter Oliver Baumann, der für den an der Wade verletzten Rückkehrer Neuer begann, erhielt bei seinem ersten Ballkontakt viel Applaus und wurde in der Schlussphase mit Sprechchören bedacht.

Sorge um Undav?

Doch vorerst sprang der Funke nicht über. Letztlich musste ein Standard helfen: Karl führte einen Eckstoß kurz aus, die Abwehr der Finnen war unsortiert – und so durfte Undav eine Flanke von Joshua Kimmich per Kopf versenken.

Starker Auftritt: Lennart Karl (li.) zieht an Finnlands Ryan Mahuta vorbei. (Quelle: IMAGO/Peter Hartenfelser/imago-images-bilder)

Überhaupt punktete Karl auf der rechten Seite: Der 18-Jährige spielte ähnlich locker und unbekümmert wie im Verein. In einem zähen ersten Durchgang war er ein Lichtblick. Mit seiner Mannschaft war Nagelsmann sichtlich unzufrieden, griff mehrfach korrigierend ein.

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