Deutschland will offenbar Nato-Mission in Arktis vorschlagen

Drohungen von Trump

Deutschland plant offenbar Vorschlag zu Grönland-Zukunft

11.01.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Dänische Streitkräfte bei einer Übung mit Hunderten von Soldaten aus mehreren europäischen Nato-Ländern vor Grönlands Hauptstadt Nuuk. (Quelle: Ebrahim Noroozi)

Die USA und die europäischen Nato-Staaten sind sich uneinig über die Zukunft Grönlands. Die Bundesregierung hat offenbar einen Plan.

Deutschland plant offenbar eine Nato-Mission in der Arktis vorzuschlagen. Der Plan solle helfen, die Spannungen mit den USA hinsichtlich des Zugriffs auf Grönland abzubauen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf zwei der Bundesregierung nahestehende Personen.

Als Vorbild solle die Nato-Mission „Baltic Sentry“, die vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Die neue Mission neue Mission „Arctic Sentry“ solle dabei explizit auch Grönland umfassen.

Finanzminister Lars Klingbeil und Außenminister Johann Wadephul reisen am Sonntag nach Washington. Dabei soll es auch um den künftigen Status von Grönland gehen. Klingbeil sagte vor seinem Abflug: “ Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werde ich in Washington auch deutlich machen: Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden.“

Wadephul erklärte, er wolle mit US-Außenminister Marco Rubio über die gemeinsame Nato-Strategie sprechen: „Dabei ist es klar, dass es allein Sache Grönlands und Dänemarks ist, über Fragen von Territorium und Souveränität von Grönland zu entscheiden.“

US-Präsident Donald Trump würde gerne einen Deal machen, um die zu Dänemark gehörende Insel zu US-Gebiet zu machen. Er warnte auch: „Aber wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und Weise tun“. Trump begründet sein Interesse immer wieder mit Sicherheitsbedenken und einer mutmaßlichen Gefahr durch China und Russland in der Arktis. Grönland ist aber auch reich an Bodenschätzen wie Seltenen Erden und Öl. US-Außenminister Marco Rubio kündigte für diese Woche ein Treffen mit Vertretern aus Dänemark an, zu dem Grönland offiziell gehört.

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