Deutschland feiert überzeugenden Auftaktsieg gegen Österreich

Top-Start in die Handball-EM

Kapitän ragt heraus – DHB-Team feiert klaren Auftaktsieg


Aktualisiert am 15.01.2026 – 22:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Erwischte gegen Österreich einen Sahnetag: DHB-Kapitän Johannes Golla. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn/imago)

Nach verbalen Scharmützeln im Vorfeld war das Duell mit Österreich mit Spannung erwartet worden. Das DHB-Team untermauerte mit einer starken Vorstellung direkt seine Titel-Ambitionen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist mit einem überzeugenden Sieg in die EM 2026 gestartet. Im Nachbarschaftsduell gegen Österreich setzte sich das DHB-Team vor 5.820 Zuschauern im dänischen Herning mit 30:27 (12:8) durch.

Grundstein für den Erfolg waren eine hervorragende Abwehrleistung um einen starken Rückhalt Andreas Wolff sowie ein bestens aufgelegter Johannes Golla. Der DHB-Kapitän war mit sieben Treffern bester Werfer des deutschen Teams und wurde zum Spieler des Spiels gekürt.

Vor dem Spiel hatte Torwart Wolff die Stimmung mit kritischen Aussagen über den Spielstil des Nachbarn zusätzlich angeheizt. Dieser sei „unattraktiv“ und von „Hässlichkeit“ geprägt. „Das möchte auch eigentlich keiner sehen“, hatte der Routinier gelästert.

Entsprechend motiviert ging Team Austria in die Partie, für die Gislason den verletzten Rückraumspieler Nils Lichtlein und Rune Dahmke aus dem Kader strich.

Doch Wolff ließ seinen markigen Worten Taten folgen. Mit einigen Glanzparaden in der Anfangsphase war der 34-Jährige im Verbund mit der aggressiven Abwehr Garant dafür, dass Deutschland beim 4:1 nach zehn Minuten erst ein Gegentor kassiert hatte.

Doch auch Österreich hatte mit Constantin Möstl vom Bundesliga-Dritten TBV Lemgo Lippe einen starken Keeper zwischen den Pfosten, sodass sich das DHB-Team nicht weiter absetzen konnte. Beim 6:6 (18.) war das kleine Polster dahin.

Nach gut zwanzig Minuten reagierte der Bundestrainer und brachte mit Juri Knorr, Miro Schluroff und Franz Semper frische Kräfte für das Angriffsspiel. Das zahlte sich aus.

„Jungs, es ist eine phänomenale Abwehr. Wir zermürben die“, feuerte Gislason seine Schützlinge in einer Auszeit wenige Minuten vor der Pause beim Stand von 11:7 an. Mit einem Vier-Tore-Vorsprung ging es dann auch in die Kabine. „Ich bin mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden“, lobte Teammanager Benjamin Chatton in der ARD und fügte hinzu: „Ziel ist es, die Österreicher unter 20 Toren zu halten.“

Daraus wurde zwar nichts, doch der deutsche Sieg geriet nie ernsthaft in Gefahr. Beim 17:12 (39.) war Deutschland erstmals auf fünf Tore enteilt und ließ sich auch von einem kurzen Schreckmoment um Wolff nicht vom Siegkurs abbringen. Der Europameister von 2016 musste 20 Minuten vor Schluss nach einem Kopftreffer vom Parkett.

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