
Gold-Coup verpasst
Deutsches Paar holt nächstes Edelmetall im Eiskunstlauf
Aktualisiert am 17.02.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Paarlauf-Kurzprogramm führen Minerva Hase und Nikita Volodin noch. Doch in der Kür können sie dem immensen Druck nicht ganz standhalten.
Die Eiskunstläufer Minerva Hase und Nikita Volodin haben bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Bronzemedaille gewonnen. Die deutschen Paarlauf-Europameister von 2025 patzten in der Kür und fielen mit 219,09 Punkten noch von Platz eins nach dem Kurzprogramm auf den dritten Rang zurück. Bei der Siegerehrung konnten beide wieder strahlen.
Den Olympiasieg holten dank einer beeindruckenden Aufholjagd und einer Traum-Kür die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara mit 231,24 Zählern. Silber holten Anastasia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien mit 221,75 Punkten. Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel landete mit 194,11 Punkten auf Platz zehn.
Für Hase und Volodin ist Bronze die erste olympische Medaille und der bislang größte Erfolg der Karriere. Allerdings war sogar Gold greifbar: 4,55 Punkte betrug der Vorsprung nach einem fehlerfreien Tango-Kurzprogramm auf die zweitplatzierten Georgier Metelkina/Berulawa. Doch in der vier Minuten langen Kür konnten die beiden 26-Jährigen dem Gold-Druck nicht standhalten. Hase patzte sowohl in der Kombination als auch beim dreifachen Salchow, womit die beiden vor zahlreichen mitfiebernden deutschen Fans die entscheidenden Punkte im Kampf um den Olympiasieg einbüßten.
Mit Bronze holte das in Berlin trainierende Duo das erste deutsche olympische Eiskunstlauf-Edelmetall seit 2018 in Pyeongchang. Vor acht Jahren hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot Gold im Paarlauf gewonnen. Im Gegensatz zu Savchenko/Massot, die mit einer Traum-Kür noch eine Aufholjagd hinlegten und sich um drei Ränge verbesserten, war die Ausgangslage dieses Mal sogar besser.
„Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf“, hatte Hase nach dem Kurzprogramm noch gesagt. Als Führende musste sie mit Volodin in der Kür als letztes Paar aufs Eis. Das Duo sicherte sich zumindest eine Medaille.
Seit mehr als drei Jahren sind Hase und Volodin ein Eiskunstlauf-Paar. Abseits des Eises könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein: Volodin ist laut Hase ein „Freigeist“, sie hingegen lege Wert auf die „deutsche Struktur“. Trainer Dmitri Sawin sagte, die beiden seien „wie ein altes Ehepaar“. „Sie können gemeinsam kämpfen, sie können gemeinsam diskutieren, sie können gemeinsam lachen.“