
Deutsche Olympiasiegerin auf OnlyFans
„Werde mich auf keinen Fall nackt zeigen“
26.01.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf der Plattform OnlyFans sind viele Erotikmodels vertreten, aber auch Sportlerinnen und Sportler. Darunter auch deutsche Olympioniken.
Lisa Buckwitz zeigt sich gern – aber nicht alles. Auf der Plattform OnlyFans posiert die Bob-Weltmeisterin von 2024 mitunter freizügig, doch eine Grenze ist für sie klar: „Ich werde mich auf keinen Fall nackt zeigen“, betont die 31-Jährige. Ihr Profil ist nicht nur Ausdruck ihrer extrovertierten Art – es sichert auch ihre sportliche Karriere. „Es ist auch ein Glücksfall für mich, da ich so mein Team finanzieren kann“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Zusammenarbeit mit der Plattform sei „das Beste, was mir hätte passieren können“.
Denn allein mit klassischen Sponsoren hätte Buckwitz nicht die Mittel, um sich auf die Olympischen Spiele 2026 in Italien vorzubereiten. Leistungssport kostet – und viele Athleten suchen kreative Wege der Finanzierung: durch Crowdfunding, Kalender, Social Media. Die Mittel von Sporthilfe, Verbänden oder lokalen Unterstützern reichen oft nicht aus.
Ohne zusätzliche Aufmerksamkeit sei die Lage schwieriger. Zwar habe sie Olympia-Gold 2018 geholt, doch schon in der ZDF-Doku „OnlyBob – Mein Körper. Mein Kapital“ hatte sie gesagt: „Nur mit der Goldmedaille interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz. Das ist leider die Schattenseite der Medaille.“
Eine Bob-Saison verschlinge rund 50.000 Euro – für Reisen, Material, Prämien. „Für mich ist es ein Sponsor, der mir neben der Bundeswehr den Sport ermöglicht. Also was ganz Normales“, sagt Buckwitz. Gleichzeitig sei das Sexuelle „natürlich ein Thema“.
Auch Bob-Anschieber Georg Fleischhauer ist bei OnlyFans aktiv. Dort wolle er zeigen, „wie das Leben eines Spitzensportlers aussieht“. Und: „Natürlich auch unseren Körper und unsere Muskeln.“ Gleichzeitig stellte er klar: „Ich bin kein Porno-Star.“
Andere Athleten setzen auf andere Wege: Sechs Eisschnellläufer aus Erfurt warben mit einem Akt-Kalender, das Paarlauf-Duo Annika Hocke und Robert Kunkel verdient über TikTok und Shows dazu. „Es ist fast wie ein zusätzlicher Job“, sagt Hocke.
Für Biathlet Danilo Riethmüller sind solche Wege nachvollziehbar: „Ich stelle da keinen an den Pranger, weil er sich da ein bisschen nackig macht oder irgendwas.“