In Deutschland wird immer weniger alkoholhaltiges Bier getrunken. Nach einem historischen Rückgang um 5,8 Prozent im Jahr 2025 hält die Talfahrt auf dem deutschen Biermarkt in den ersten Monaten des laufenden Jahres an. „2026 wird für uns ein sehr hartes Jahr werden, eine Entspannung ist nicht in Sicht“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Die schwache Konsumstimmung belaste Handel, Gastronomie und Brauer.
Als Lichtblick erweist sich alkoholfreies Bier. Der Absatz wuchs nach Angaben des Verbandes 2025 um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke erreichten inzwischen einen Anteil von rund 11 Prozent am gesamten Bierkonsum. Veltins hatte bei einer Marktanalyse darauf hingewiesen, dass das Wachstum bei alkoholfreien Bieren jedoch nur etwa ein Drittel des Verlustes bei alkoholhaltigen Bieren abfedern konnte.
Die Zahl der Brauereien in Deutschland geht nach dem Anstieg auf 1.552 Betriebe im Jahr 2019 zurück. Seither gaben laut Brauer-Bund 137 Betriebe auf, darunter zahlreiche jahrhundertealte Brauereien. Die Zahl der Beschäftigten blieb den Angaben zufolge mit 27.400 aber nahezu unverändert geblieben. Die Brauwirtschaft startet jetzt eine bundesweite Ausbildungskampagne. Junge Leute sollen für die Berufe in Brauereien und Mälzereien gewonnen werden.
Nach einer Umfrage des Verbandes Private Brauereien wollen 80 Prozent der Betriebe 2026 investieren – vor allem in den Bereich Energie. „Zum anderen beschäftigen sich mittlerweile auch kleine Brauereien mit der nötigen Anlagentechnik zur Herstellung von alkoholfreien Bieren“, sagt Präsident Georg Rittmayer. Das Sortiment werde immer vielfältiger. Alkoholfreie Getränke wie Limonaden gehörten für viele Brauereien seit Jahren fest zum Sortiment.
Paulaner stößt nach Worten von Other mit einer Cola sogar in das angestammte Terrain von Coca-Cola vor. „Da ist der Ausgang offen, ob das gelingt“, meint er. Nach Angaben eines Brauerei-Sprechers verlief der Start im März sehr gut.
