Operativ liefen 2025 fast alle Bereiche besser. Mit Ausnahme der Güterverkehrssparte DB Cargo erzielten nach Bahn-Angaben alle Geschäftsfelder ein positives Betriebsergebnis. Besonders stark schnitt DB Regio ab. Dort stieg der operative Gewinn auf 191 Millionen Euro. Auch das Busgeschäft schrieb erstmals seit acht Jahren wieder schwarze Zahlen.

Im Fernverkehr zählte die Bahn 2025 nach eigenen Angaben 1,93 Milliarden Reisende und damit 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Rekords blieb die Entwicklung aber hinter den Erwartungen zurück. Das operative Ergebnis im Fernverkehr drehte mit 45 Millionen Euro immerhin ins Plus, nachdem 2024 noch ein Verlust von 96 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte.

Ein zentrales Problem bleibt die Unzuverlässigkeit im Fernverkehr. „Wir sehen seit 2020 einen Abwärtstrend und haben vergangenes Jahr einen Tiefstand erreicht“, sagte Palla. Nur 60,1 Prozent der Züge kamen 2025 pünktlich ans Ziel. Im Jahr davor hatte die Quote noch bei 62,5 Prozent gelegen. „Wir müssen diese Talfahrt stoppen“, erklärte die Bahnchefin.

Die zahlreichen Baustellen im Netz bremsen den Betrieb weiter aus. Palla kündigte für 2026 deshalb ein „Super-Baujahr“ an. Bund und Bahn wollten dann mehr als 23 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren. Bis 2036 soll das Schienennetz auch mit Mitteln aus dem 500 Milliarden Euro schweren Infrastruktur-Sondertopf des Bundes modernisiert werden.

Zusätzlich will der Konzern nach eigenen Angaben 140 Millionen Euro in drei Sofortprogramme investieren. Damit sollen Sauberkeit, Sicherheit und Komfort in den ICE-Zügen verbessert werden.

Für 2026 rechnet die Bahn mit einem Umsatz von rund 28 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von etwa 600 Millionen Euro. Ob daraus tatsächlich die von Palla beschriebene Trendwende wird, dürfte für Fahrgäste vor allem an einem Punkt messbar sein: daran, ob die Züge wieder verlässlicher fahren.

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