
Himmelsspektakel
Die Chance auf Polarlichter über Köln ist gering – wieso?
20.01.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Norden Deutschlands sind schwache Nordlichter nicht völlig ausgeschlossen. Für Köln jedoch sieht es laut Experten deutlich schlechter aus.
In der Nacht auf Dienstag waren in Teilen Deutschlands Polarlichter am Himmel sichtbar – ein seltenes und beeindruckendes Naturschauspiel. Doch wer nun hofft, dass sich dieses Himmelsleuchten in den kommenden Nächten wiederholt, sollte seine Erwartungen dämpfen – vor allem in Köln.
Polarlichter werden sichtbar, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Es braucht genügend starke geomagnetische Aktivität, einen dunklen Himmel und möglichst wenig Störlicht.
Die geomagnetische Aktivität bleibt zwar mäßig erhöht, aber ein stärkerer Sturm ist derzeit nicht in Sicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage von t-online erklärt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen, weiterhin gering, auch wenn sie in sehr dunklen Nächten nicht völlig ausgeschlossen ist.
Video | Video zeigt Polarlichter über Deutschland
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Für Köln hingegen sind die Aussichten gering. Die Stadt liegt relativ weit südwestlich und ist stark von Lichtverschmutzung betroffen. Damit bräuchte es deutlich stärkere geomagnetische Störungen, um Polarlichter überhaupt am Himmel sichtbar zu machen. Außerdem kann schon ein bewölkter oder dunstiger Himmel jede Chance zunichtemachen, da Nordlichter nur bei klarem, dunklem Wetter zu erkennen sind.
Im Norden Deutschlands sind die Chancen Polarlichter zu sehen besser, weil dort schon eine schwächere geomagnetische Aktivität genügt. Die besten Chancen bestehen daher im äußersten Norden Deutschlands, vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee sowie in lichtarmen Gegenden mit freiem Blick nach Norden. Dort könnten Nordlichter, wenn überhaupt, eher als schwache, diffuse Aufhellungen oder nur fotografisch sichtbar werden.