Chaos beim Old-Firm-Derby

Fan-Eskalation rund um Topspiel

08.03.2026 – 19:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach dem Spiel zwischen den Rangers und Celtic stürmten Fans aufs Feld. (Quelle: Steve Welsh/PA/dpa/dpa-bilder)

Nach dem Pokalviertelfinale zwischen den Rangers und Celtic eskaliert die Lage auf dem Spielfeld. Was den schottischen Verband zu einer Untersuchung bewegt, hat auch mit dem Spielverlauf zu tun.

Das schottische Pokalviertelfinale zwischen den Glasgower Stadtrivalen Rangers und Celtic ist von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Nach dem Elfmeterschießen stürmten Anhänger beider Klubs den Rasen im Ibrox Park – die Polizei musste einschreiten.

Wie der britische Sender BBC berichtete, betraten zunächst Celtic-Fans das Spielfeld, kurz darauf folgten Rangers-Anhänger. Dabei seien Gegenstände geworfen worden. Videos zeigen zudem Leuchtraketen, die in Menschenmengen fliegen. Angaben zu Verletzten oder Festnahmen lagen zunächst nicht vor, Fotos aber zeigen einen Fan mit einer blutigen Platzwunde am Kopf. Der schottische Fußballverband FA verurteilte die Zwischenfälle und kündigte eine Untersuchung an. Beide Klubs wollten sich laut BBC zunächst nicht äußern.

Celtic gewann das Viertelfinale im Elfmeterschießen mit 4:2. Den entscheidenden Treffer erzielte der frühere Gladbacher Tomas Cvancara. Die Rangers vergaben dabei zweimal vom Punkt – alle vier Celtic-Schützen trafen. Das Spiel selbst endete nach 120 Minuten torlos.

Vor dem Spiel hatte es ebenfalls wilde Szenen gegeben. Eine Gruppe von Celtic-Fans stürmte ohne Tickets ins Stadion, wie ein Polizeisprecher laut „Sun“ bestätigte. „Die Drehkreuze mussten kurzzeitig geschlossen werden. Es wurden keine Verletzten gemeldet“, teilte die Polizei mit.

Rangers-Trainer Danny Röhl äußerte sich nach der Partie: „Das Ergebnis ist enttäuschend. Elfmeterschießen ist auch immer ein bisschen Glückssache. Wir waren die bessere Mannschaft über 120 Minuten.“

Und weiter: „Wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Aber im Fußball geht es um Ergebnisse, und heute haben wir nicht das Ergebnis bekommen, das wir verdient haben.“ Für die Rangers lief auch der frühere Rostocker Hansa-Stürmer Ryan Naderi auf.

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