Zweite Insolvenz

Deko-Kette schließt zwei Münchner Filialen


Aktualisiert am 28.06.2026 – 21:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Deko Einrichtungskette Depot. Depot Filiale in den Riem Arcaden in Muenchen (Archivbild): Zwei Geschäfte der Kette machen in München jetzt zu. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

Die Krise bei dem Deko- und Möbelhändler Depot spitzt sich zu. Nun ist klar: Auch in München fallen Filialen weg. Weitere bayerische Standorte stehen ebenfalls vor dem Aus.

Nach der Insolvenz im Mai war zunächst offen, ob Depot in München erneut Läden schließen muss. Jetzt stehen zwei Standorte auf der Streichliste.

Betroffen sind die Filiale in der Sendlinger Straße 12 im Hofstatt Quartier und der Standort in den Riem Arcaden am Willy-Brandt-Platz 5. Das geht aus einer Liste hervor, die Depot auf seiner Website veröffentlicht hat. Bundesweit sollen demnach 66 Filialen schließen. Einen konkreten Zeitpunkt nennt das Unternehmen nicht. Depot schreibt lediglich, man müsse sich von den aufgeführten Standorten „in Kürze“ verabschieden.

Auch andernorts in Bayern sind Schließungen vorgesehen: Genannt werden unter anderem die Depot-Filialen in Bayreuth, Coburg, Erlangen, Kaufbeuren, Kempten, Passau, Pfarrkirchen und Rothenburg ob der Tauber.

Depot streicht Filialnetz zusammen

Die GDC Deutschland GmbH, zu der Depot gehört, hatte im Mai beim Amtsgericht Aschaffenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt – bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. Schon nach dem Verfahren 2024 hatte Depot deutschlandweit zahlreiche Geschäfte geschlossen. Zuletzt betrieb die Kette noch mehr als 150 Filialen, fünf davon in München und eine in Unterhaching.

Wie viele Beschäftigte in München von den Schließungen betroffen sind, ist unklar. Online und in ausgewählten Filialen wirbt Depot derzeit mit 40 Prozent Rabatt „auf fast alles“. Der Firmensitz des Unternehmens liegt in Großostheim im Landkreis Aschaffenburg.

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