Wirtschaftsministerin

Reiche kommt nach Köln – Demo angekündigt


Aktualisiert am 04.05.2026 – 12:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) (Archivfoto): An ihrer Politik gibt es Kritik von Seiten der Klimabewegung. (Quelle: dts Nachrichtenagentur/imago)

Klimaaktivisten wollen Wirtschaftsministerin Reiche in Köln „gebührend empfangen“ – und haben sich dabei prominente Mitstreiter geholt.

Zur Kundgebung mit dem Titel „Energiewende verteidigen“ mobilisiert der Kölner Ableger von Fridays for Future in diesen Tagen über die Sozialen Medien. Beteiligt an der Demo sollen auch Vertreter von Greenpeace sowie der Gruppe Extinction Rebellion sein.

Die Standkundgebung ist von 8 bis 12 Uhr vor dem Haupteingang des SmartVillage im Carlswerk in Köln-Mülheim geplant. Angemeldet wurden nach Angaben eines Polizeisprechers 20 Teilnehmer – von einer Privatperson. In den Sozialen Medien wurde der Aufruf zur Demonstration jedoch hundertfach geteilt.

Wie viele am Dienstag tatsächlich am Carlswerk erscheinen, könne von der angekündigten Zahl abweichen, sagte ein Polizeisprecher der Kölner Lokalredaktion von t-online. Das sei in der Vergangenheit schon so gewesen. Ein eigener, größerer Einsatz sei wegen der Demo nicht geplant; den Schutz der Ministerin übernehme das Bundeskriminalamt.

Anlass für den Protest ist das Rheinische Energieforum, das die RheinEnergie im Carlswerk ausrichtet. Laut einem LinkedIn-Beitrag von RheinEnergie-CEO Andreas Feicht sollen dort „zentrale Akteure aus Politik, Kommunen, Energiewirtschaft, Industrie und Wissenschaft“ zusammenkommen. Namen nannte er darin nicht, wie das Unternehmen auch sonst an keiner Stelle. t-online hat die RheinEnergie zu den Teilnehmern der Veranstaltung angefragt und wird diesen Artikel aktualisieren, wenn eine Stellungnahme vorliegt.

Das Leitmotiv der Veranstaltung lautet Feicht zufolge: „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Wege in die neue Energiewelt.“ Im Mittelpunkt stehen laut Feicht die Vereinbarkeit von Klimazielen, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sowie der Übergang von Konzepten zur konkreten Umsetzung bei Wärme, Netzen und Digitalisierung.

Die Aktivisten von Fridays for Future zeigten sich in ihrem Aufruf kämpferisch: Sie wollten „allen Veranstaltungsteilnehmer*innen deutlich machen“, dass sie mit der Politik der Bundeswirtschaftsministerin „nicht einverstanden“ seien. Fridays for Future hatte bereits in der vergangenen Woche deutschlandweit Demonstrationen gegen die Wirtschaftsministerin abgehalten: Die Gruppe wirft Reiche vor, die Klimaziele des Landes infrage zu stellen und mit der Gaslobby zu taktieren.

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