Eishockey-WM
Viertelfinal-Hoffnung lebt: DEB-Team schießt Ungarn ab
Aktualisiert am 22.05.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor dem Ungarn-Spiel steht das DEB-Team unter Druck – und hält ihm Stand. Nach dem Sieg ist das Viertelfinale noch immer zu erreichen.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kann weiterhin das Viertelfinale bei der WM erreichen. Am fünften Spieltag beim Turnier in der Schweiz besiegte das DEB-Team Ungarn souverän mit 6:2 (2:0, 2:0 und 2:2). Für das deutsche Team trafen Eric Mik (9.), Leon Gawanke (20., 42. und 50.), Lukas Reichel (40.) und Samuel Dove-McFalls (40.). Die Ehrentreffer der Ungarn erzielten Tamás Sárpátki (44.) und Janos Hari (58.).
Durch den Sieg rückt das Team von Bundestrainer Harold Kreis vorerst auf den fünften Rang der Gruppe B, hat allerdings ein Spiel mehr als Lettland gespielt. In den abschließenden beiden Gruppenspielen warten Österreich (Samstag, 20.20 Uhr im Liveticker bei t-online) und Großbritannien (Montag, 20.20 Uhr im Liveticker bei t-online). Mit zwei Siegen wäre die Wahrscheinlichkeit auf ein Weiterkommen hoch.
So lief das Spiel
Die DEB-Auswahl begann nervös, das erste Überzahlspiel, das elfte im Turnier, blieb gewohnt erfolglos. Doch kurz danach traf Mik mit einem Schlenzer von der blauen Linie, vor dem Tor nahm Nicolas Krämmer dem ungarischen Goalie Bence Bálizs die Sicht.
Mit der Führung kehrte Ruhe ins deutsche Spiel ein, das Kreis-Team schnürte die Ungarn immer wieder im eigenen Drittel ein. Allerdings sprangen kaum Torchancen heraus. Im zwölften Powerplay platzte dann doch der Knoten: Gawanke traf, nachdem Stefan Loibl den Puck nicht unter Kontrolle gebracht hatte.
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„Das hat uns gefehlt. Das wissen wir, das haben wir angesprochen“, sagte Krämmer nach dem ersten Drittel. Dabei hätte es die Strafe für die Ungarn gar nicht geben dürfen, denn Fabio Wagner traf mit seinem Schläger Marc Michaelis im Gesicht.
Die Dominanz setzte sich im zweiten Abschnitt fort, Ungarn konnte sich kaum noch befreien. Einziges Manko: Das DEB-Team nutzte seine Chancen nicht. Erst kurz vor Drittelende erhöhte Reichel mit dem 18. Torschuss im zweiten Durchgang. „Wir kriegen heute viel Druck auf das gegnerische Tor“, stellte Stürmer Alexander Ehl fest.
Gawanke legte kurz nach Beginn des Schlussdrittels nach. Die deutsche Mannschaft nahm etwas Tempo raus, dann verhinderten die Ungarn Grubauers zweiten WM-Shutout. Ein weiteres Tor wurde nach einer Challenge des deutschen Trainerteams wieder aberkannt. Grubauer war behindert worden. Dann machte Gawanke aus spitzem Winkel seinen Hattrick perfekt.
