50 Jahre später

Olympiasieger von Dynamo Dresden tragen sich ins Goldene Buch ein

05.06.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Reinhard Häfner, Gert Heidler, Dieter Riedel (v.li.) beim Testspiel von Dynamo (Archivbild): Heidler hat sich im Goldenen Buch der Stadt verewigt. (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

Sechs Dynamo-Spieler holten 1976 Gold für die DDR: Jetzt ehrt Oberbürgermeister Hilbert die letzten Zeitzeugen im Elbschloss.

Fünfzig Jahre nach dem Olympiasieg der DDR-Fußballer haben sich zwei ehemalige Dynamo-Dresden-Spieler ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert empfing Gert Heidler und Hartmut Schade am Freitag im Schloss Albrechtsburg – zusammen mit weiteren Dresdner Medaillengewinnern der Spiele von 1976.

Hilbert hatte alle noch lebenden Dresdner Olympiasieger jenes Jahrgangs eingeladen. Weil Winter- und Sommerspiele damals noch im selben Jahr stattfanden, reisten einige nach Montreal, andere nach Innsbruck. Neben Fußballern kamen auch Ruderer, Gewichtheber und eine Eisschnellläuferin zur Zeremonie.

„Dixie“ und Häfner: Zwei ehemalige Spieler verstorben

Sechs Spieler der DDR-Goldelf trugen damals das Dynamo-Trikot. Neben Heidler und Schade gehörten Dieter Riedel, Gerd Weber sowie die inzwischen verstorbenen Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner und Reinhard Häfner zum Kader von Trainer Georg Buschner. Riedel und Weber fehlten beim Empfang – sie sollen den Eintrag aber nachholen.

Im Turnier 1976 kassierte die DDR-Elf in der Vorrunde kein einziges Gegentor. Im Finale gegen Polen – vor über 70.000 Zuschauern – traf Schade bereits in der siebten Minute. Hoffmann aus Magdeburg legte sieben Minuten später nach. Häfners Treffer in der 84. Minute machte den 3:1-Endstand perfekt und besiegelte den größten Triumph des DDR-Fußballs.

Hilbert hob beim Empfang hervor, dass die Dresdner Sportler 1976 allein mehr Medaillen gewannen als alle deutschen Athleten bei den jüngsten Olympischen Spielen zusammen.

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